„Zerstörte Vernunft“: Neues von der Querfront

16. April 2017   —   Beruht der Erfolg von AfD, Trump und Co. auf Massen von wahnhaften Verschwörungsgläubigen, die ihr Heil im Rassismus suchen? Arbeiten die NachDenkSeiten und KenFM an einer Allianz mit solchen rechten Kräften? Und, vielleicht am wichtigsten: wer hat nun eigentlich den Verfolgungswahn?

Thomas Ebermann, Jahrgang 1951, ist ein nachdenklicher und gradliniger Linker. Als Mitgründer der Grünen stieg er Ende der 1980er Jahre bis zu deren Fraktionssprecher im Bundestag auf, trennte sich dann aber 1990 von der Partei, die ihm zu „realpolitisch“ wurde, sprich: seiner Ansicht nach ihre Gründungsprinzipien nicht mehr ernst genug nahm.

Ebermann ist langjähriger Autor von „konkret“, einer der traditionsreichsten linken Zeitschriften in Deutschland und warnt seit einiger Zeit – wie auch manch anderer – vor der Gefahr einer „Querfront“, also einer Annäherung von Linken an rechte Positionen. Beispielhaft schrieb er dazu 2016:

„Das ist die Strömung um Wagenknecht, Lafontaine, Inge Höger, Wolfgang Gehrke, Dieter Dehm und so weiter, also zunächst einmal all jene, die mit ihrer demonstrativen Unterstützung von Mahnwachen, Friedenswinter und Montagsdemonstrationen die enge Kooperation mit Verschwörungstheoretikern und latent Rechtsradikalen suchen (Jutta Ditfurth hat das akribisch untersucht). Ein wesentliches Organ, diese Querfront zu popularisieren, sind die »Nachdenkseiten«, deren Heroen Lafontaine, Flassbeck, Wagenknecht und Jakob Augstein sind. Es ist schon mehr als nur tastend die Fühler ausstrecken, wenn Sahra Wagenknecht verlautbart: »Wer die Gründer der AfD als Populisten abstempelt, macht es sich zu leicht.«“

In der März-Ausgabe 2017 hat Ebermann nun einen großen Aufmacher-Artikel verfasst, der vor ähnlichen Bestrebungen warnt und der auf einem Vortrag basiert, den Ebermann im Januar in Hamburg und inzwischen auch in Berlin gehalten hat. Darin wird diese „Querfront“ erneut unter die Lupe genommen.

Laut dem Text gehören dazu neben Wagenknecht, Lafontaine und Augstein noch viele weitere Prominente, wie etwa der Ökonom und ehemalige griechische Finanzminister Yannis Varoufakis, der französische sozialistische Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon, der Herausgeber der NachDenkSeiten, Albrecht Müller, der Journalist Ken Jebsen, der Philosoph Slavoj Žižek und, wie ich überrascht dem Artikel entnahm, auch meine Wenigkeit:

„Wo Fremdsteuerung gemutmaßt wird, ist Enthüllung dieser verborgenen Machenschaften angesagt. Die „Nachdenkseiten“ und das entsprechende Sortiment des rechtsradikalen Kopp-Verlags sind in diesem Punkt ununterscheidbar. Ein wichtiger Autor der „Nachdenkseiten“ ist Paul Schreyer, der unter anderem herausgefunden haben will, dass Bin Laden die Anschläge von 9/11 weder angeordnet habe noch in sie verwickelt war, sondern dass diese vielmehr vom amerikanischen Geheimdienst durchgeführt wurden, der einer Schattenregierung dient. Ich erspare euch weitere Details.

Politisch wichtig scheint mir, dass nach der sehr lesenswerten Studie zur „enthemmten Mitte“ 60 Prozent aller Deutschen für Verschwörungstheorien, also die These, dass im Geheimen ausgehecktes unser ganzes Leben bestimmt, anfällig sind, aber dass die Wähler der AfD und der Linkspartei diesem Phänomen der zerstörten Vernunft in weit größerer Zahl unterliegen, als die Wähler der anderen Parteien – ein beängstigendes, nur scheinbar vorpolitisches Fundament der Querfront, ein Scharnier, dass die Beteiligten auch immer wieder ganz konkret zusammenführt.

Paul Schreyer hat kürzlich das Buch von und über Ken Jebsen, „Der Fall Ken Jebsen“, für die „Nachdenkseiten“ hymnisch rezensiert, in dem Albrecht Müller als guter unerschrockener Freund des Machers von KenFM geschildert wird. Ich habe das Buch gelesen. Das war nicht schön, aber es ging mir darum, das Erfolgsgeheimnis und diese gemessen an unserer kleinen Welt gigantischen Klickzahlen für KenFM besser zu begreifen. (…) Da (bei Ken Jebsen) ist alles nur auftrumpfende Siegesgewissheit, Ressentimentpflege, dumme Phrase, Gewitztheit, Jargon, Verschwörungstheorie und Hass auf Israel. Es entzieht sich dem Argumentieren, und das ist etwas besonders Beängstigendes.“

Wer sich hier tatsächlich „dem Argumentieren entzieht“, ist aber wohl eher der Autor selbst. Die vorliegende pauschale Abwertung („Verschwörungstheorie“, „Ich erspare euch weitere Details“) kommt ohne eine konkrete Auseinandersetzung mit einzelnen Positionen, Texten oder Äußerungen aus. Das Unbehagen, sich insbesondere mit Kritik an der offiziellen Sichtweise zu 9/11 näher und detailliert zu befassen, ist deutlich.

Empörung statt Argumenten

Dabei verdient Ebermanns Hauptthese (Linke lassen sich auf rechtes Gedankengut ein) sicher eine ernsthafte Debatte. Die Gegenthese könnte vereinfacht formuliert lauten: Eine Ansicht wird nicht schon dadurch falsch, dass sie von Menschen vertreten wird, deren Überzeugungen man sonst nicht teilt. Das dürfte hinreichend logisch sein. Wäre es anders, bräuchten wir keinen individuellen Verstand, sondern könnten unsere Ansichten allein danach ausrichten, dass sie im Gegensatz zu denen der „Gruppe der Gegner“ stehen. Mit informierter Meinungsbildung hat das dann natürlich wenig zu tun, dafür um so mehr mit Indoktrination. Wenn eine Sichtweise als falsch angesehen wird, dann sollte man das belegen können, ohne darauf verweisen zu müssen, dass auch Rechte eine solche Sichtweise teilen.

Gerade an dieser Stelle schwächelt Ebermanns Text. Wenn er auf Argumente der Gegenseite zu sprechen kommt, dann nennt er sie „niederträchtig“, „infam“ oder „reaktionär“. Solche Empörung überzeugt wohl allenfalls diejenigen, die ein entsprechendes Feindbild bereits teilen und die Wagenknecht, Lafontaine, Jebsen etc. schon fest als „zu Bekämpfende“ verorten.

Ein Beispiel: Ebermann zitiert Sahra Wagenknecht mit dem Satz: „Je größer, inhomogener und unübersichtlicher eine politische Einheit wird, desto weniger funktioniert das. Kommen dann noch Unterschiede in Sprache und Kultur hinzu, ist es ein aussichtsloses Unterfangen.“ Dem Autor missfällt das. Doch anstelle mit Fakten dagegen zu argumentieren, beschränkt er sich auf eine Bewertung: Wagenknechts Äußerung sei „an reaktionärem Gehalt kaum zu übertreffen“. Na gut, möchte man anfügen, aber was an ihrer Aussage ist denn nun nach Ansicht des Autors konkret falsch? Nicht, dass sich darüber nicht streiten ließe – allein die Gegenargumente fehlen im Text.

„Wahnhaftes Fundament“

Ebermann unterstellt den von ihm so bezeichneten„Volkssouveränitätlern“ pauschal ein „wahnhaftes Fundament“, das er im Zentrum seines Artikels in vier Facetten gliedert. Erstens werde eine Fremdsteuerung deutscher Politik behauptet, vor allem auf den NachDenkSeiten. Der Autor unternimmt allerdings keinen Versuch, gegen diese These einer Fremdsteuerung zu argumentieren. Stattdessen unterstellt er einfach pauschal deren „Wahnhaftigkeit“.

Zweitens komme dann ich ins Spiel mit meinen Veröffentlichungen zu 9/11: „Wo Fremdsteuerung gemutmaßt wird, ist Enthüllung dieser verborgenen Machenschaften angesagt.“ Stimmt. Nur was genau, so möchte man den Autor fragen, soll an einer „Enthüllung verborgener Machenschaften“ eigentlich falsch sein? Die Schlussfolgerung Ebermanns beruht offenbar auf der Annahme, es gäbe eigentlich keine Verschwörungen mit politischer Relevanz.

Dritte und vierte Facette des „wahnhaften Fundaments“ der „Volkssouveränitätler“ sind dann dem Artikel zufolge Antisemitismus (als Beleg wird die Israelkritik einer Bundestagsabgeordneten genannt) und Rassismus. Letzteres soll eine Kritik an Merkels Flüchtlingspolitik beweisen, die auf den NachDenkSeiten veröffentlicht wurde und die vom Autor prompt als „Wertschätzung der rassistischen Positionen der AfD“ eingeordnet wird. Interessanterweise unterschlägt er dabei die Überschrift des NachDenkSeiten-Textes von Albrecht Müller, aus dem er zitiert: „Das beste Mittel gegen die rechte Gefahr: Endlich eine wirkliche Alternative bieten, damit die Menschen sich wieder für Politik interessieren.“

„Analytische Überforderung“

Ebermann ist zumindest ehrlich genug, seinen Essay mit einem programmatischen Satz zu beginnen: „Ich spreche aus der Perspektive einer analytischen und prognostischen Überforderung“. Er ist alarmiert, weil er das „Faschistoide“, wie er schreibt, auf dem Vormarsch sieht und keine Erklärung weiß. Er gibt dabei zu, dass sein Text „die geopolitischen Fragen nur am Rande“ streife.

Vielleicht ist gerade das ein Problem. Ob die Zukunft der Gesellschaft in einer Rückbesinnung auf den Nationalstaat liegt oder nicht, diese wichtige Frage kann man ohne eine Analyse der Geopolitik kaum sinnvoll erörtern. Genau so unproduktiv wäre es, über Geopolitik zu sprechen und dabei 9/11 und andere ungeklärte Schlüsselereignisse außen vor zu lassen.

Die laut Ebermann „gemessen an unserer kleinen Welt gigantischen Klickzahlen für KenFM“ haben am Ende vielleicht auch damit zu tun, dass Jebsen, im Unterschied zu manch anderem Linken, geopolitische und ökonomische Zusammenhänge verständlich unter die Leute bringt, insbesondere in seiner Interviewreihe „KenFM im Gespräch“, wo regelmäßig kluge Menschen zu Wort kommen, deren Gesinnung alles andere als rechts ist. Ähnliches gilt für die NachDenkSeiten. Was natürlich nur derjenige wahrnimmt, der sich diese Gespräche auch anschaut – und sich dazu vorher für einen (vielleicht verunsichernden) Moment vom Gedanken an die große Querfront-Weltverschwörung löst.

Advertisements

16 Gedanken zu „„Zerstörte Vernunft“: Neues von der Querfront

  1. Claudia Osterfeld

    Wer politische Diskussionen unter dem Paradigma „links“ gegen „rechts“ führt, entlarvt sich als politisch naiv. Ebermann müsste in seinem Querfront-Universum ja eigentlich die Bundesregierung bekämpfen, denn wir haben doch offensichtlich eine Querfront-Bundesregierung. Wer ein bisschen Grips im Kopf hat, sollte sich mit realen politischen Problemen, nicht aber mit Lagereinteilung und -spaltung beschäftigen. Dieses gerade von linken Schwätzern gern betriebene „Hobby“ verprellt am Ende noch den letzten Wähler, der gerne links wählen würde, aber den Verdacht hegt, solche Linken wie Ebermann stehen in einer geheimen Querfront mit ultra-rechten Kräften!
    Ansonsten, lieber Herr Schreyer, lassen Sie diese unsinnige Kritik an sich abperlen! Ebenso die NachDenkseiten, KenFM, Compakt u.v.a. mehr. Ich fühle mich von Ihnen und den anderen Medien sachlich und intelligent informiert!
    Danke dafür und weiterhin schöne Ostern!
    C.O.

    Gefällt 2 Personen

    Antwort
    1. Melchior-Christoph von Brincken

      Ich bin Linker und Marxist. Vieles was auf links gesch…en daher kommt ist komplett korrupt – das fängt mit Gysi an, der 2002 ein Ponzi Scheme in Berlin der Berliner Bankgesellschaft deckte und den Schaden von 58 Milliarden auf Berlin abwälzte. Dafür wurde Gysi Wirtschaftssenator. Gut dotiert. Oder die „Die Linke“, die in Israel einen – laut UN – rassistischen Aparteidsstaat – beim Völkermord an den Palästinensern unterstützt.
      Also „linker“ Faschisten und Bankerfreund.
      Bei den Grünen wird neben des von Faschisten („Zionisten Revisionisten“) regierten Apartheidsstaats Israel auch die Faschisten in der Ukraine unterstützt.
      .
      Auch die deutschen Ultra-Zionisten kommen auf links gesch…en daher – die sogenannten Antideutschen. Sie schwenken als „False Flag“ die Antifa-Fahne, sind aber selbst Proto-Faschisten, die echte Linke körperlich angreifen, sofern diese sich kritisch zu Israel äussern, selbst wenn es Juden oder Israelis sind. (Gibt auch anti-zionistische Israelis).

      Manch Linker sollte sich mal Marx und auch Lenins „Imperialismus als höchste Stufe des Kapitalismus“ gönnen. Lenin kritisierte als Beispiel für Monopolkapital Rockefellers Standard Oil – heute als Exxon-Mobil, ESSO und BP bekannt.
      .
      Bei 9/11 trauen sich viele Linke auch nicht, mal Klartext zu reden, oder sind eben „Systemlinke“.
      .
      … und nein, der Ostblock war Staatskapitalismus und nicht links, genausowenig wie die SED, die auf die Arbeiter 1953 schiessen liess.

      Gefällt mir

      Antwort
      1. C.O.

        Ich gebe dir in jedem Punkt völlig Recht! Danke für den Beitrag.
        An ihren Taten sollst du sie erkennen, nicht aber an ihren Lackfarben schwarz, rot, gelb und grün.
        Im Grunde hat sich das Parteiensystem überlebt. Was wir bräuchten sind moralisch einwandfreie, fachlich und politisch gebildete Führungspersönlichkeiten, vom Volk vorgeschlagen, vom Volk gewählt.

        Gefällt mir

  2. Pique Dame

    Auf die Schnelle und ohne Ebermanns Vortrag/Artikel gelesen zu haben; Bullshit auf der ganzen Linie. Mentalvergiftung nennt der kluge Mausfeld dies zurecht. Man schleudert einen Kampfbegriff in die Diskussion und meint, sich damit erfolgreich jeglicher Argumentation entziehen zu können. Gott sei Dank haben sich Ebermann und seine Freundin Ditfurth selbst längst marginalisiert.
    Bin leicht schockiert, dass die Dame mit dem saisonal passenden Namen Osterfeld KenFM und NDS in einem Atemzug mit Compact nennt. Irgendwo muss man schon Grenzen ziehen, werte Frau Osterfeld. Nicht jeder völkische Mist hat Platz in einer kritischen Öffentlichkeit, auch wenn sie open minded ist.

    Zum Thema der Beitrag „Ketzer Ken“ auf meinem Blog Just Saying. https://pique-dame.de/ketzer-ken/

    Gefällt 1 Person

    Antwort
  3. paphi14

    Zwei schöne Sätze sind da in Ihrem neuen, wie immer lesenswerten Beitrag:

    „Eine Ansicht wird nicht schon dadurch falsch, dass sie von Menschen vertreten wird, deren Überzeugungen man sonst nicht teilt.“

    „Wenn eine Sichtweise als falsch angesehen wird, dann sollte man das belegen können, ohne darauf verweisen zu müssen, dass auch Rechte eine solche Sichtweise teilen.“

    Ich versuche in einschlägigen Diskussionen (wenn es denn eine ist), das möglichst kurz wie folgt (oder in Spielarten davon) zu veranschaulichen:

    „Wenn ein ‚Böser‘ (AfD, ein Trump, oder gar ein Hitler usw.) sagt ‚1+1=2‘ muss ich dann sagen, das ist falsch?“

    Und noch etwas zum Thema „Verschwörungstheoretiker“, aber eher sozusagen etwas „Enttäuschendes“ (Ich vermute mit 80-95% Wahrscheinlichkeit, dass Sie das schon kennen, aber falls nicht, dann hier mit präziser Quellenangabe):

    Vor ein oder zwei Tagen bin ich mal wieder der Darstellung begegnet, wonach der Begriff „Verschwörungstheoretiker“ seinerzeit im Gefolge der JFK-Ermordung gezielt von der CIA eingeführt wurde mit der expliziten Maßgabe, dass die eigenen und die mit ihnen verbandelten Reihen diesen Begriff künftig gezielt als Verunglimpfungswerkzeug nutzen sollen.

    Mir erschien dies eigentlich schon immer zumindest sehr plausibel, aber ich hatte bislang noch nicht hartnäckig versucht, das „amtlich“ zu verifizieren. Das wollte ich nun doch mal genauer wissen, denn es wäre durchaus hilfreich, wenn man das in einschlägigen Diskussionen ggf. auch nachweisen kann. Bin dann über etliche Ecken tatsächlich auf das Dokument gestoßen, welches die Ur-Quelle dieser CIA-Strategie darstellen soll, ein Artikel namens „CIA Document 1035-960: ‚Concerning Criticism of the Warren Report'“

    Ich hatte gehofft, es auf einem staatlichen, also amtlichen Server zu finden, um sicher sein zu können, dass es authentisch ist. Das ist mir leider nicht gelungen, aber das, was ich gefunden habe, scheint mE mit 99% Wahrscheinlichkeit authentisch zu sein. Es ist ein Faksimile, und der Kontext, in dem es auftaucht (die Website) unterstützt sehr den Eindruck, dass es ein originäres Dokument ist.

    http://maryferrell.org/showDoc.html?docId=97460&search=1035-960#relPageId=1&tab=page

    Nun aber das eher unerwartete Fazit meiner Lektüre: Da steht zwar u.a. drin „The aim of this dispatch is to provide material for countering and discrediting the claims of the conspiracy theorists“, aber es lässt sich m.E. nirgends im Text eine explizite Aufforderung finden, diesen term bewusst und systematisch zu „weaponizen“. KEINE Frage ist für mich, dass der Begriff in dieser Weise GENUTZT wird, weltweit zigtausendfach und systematisch. Aber es scheint doch offenbar ein Mythos zu sein, dass die CIA das seinerzeit mit diesem Text gezielt und strategisch explizit so angestoßen hat.

    Gefällt 1 Person

    Antwort
    1. Pique Dame

      Mir gings genau wie Ihnen. Habe das Dokument auch kürzlich zum ersten Mal gelesen, um es in meinem oben erwähnten Beitrag „Ketzer Ken“ zu verlinken. Und siehe da: Von wegen „nennt jeden ‚Verschwörungstheoretiker‘, der es wagt…“ steht da tatsächlich nix drin. Ich wundere mich, dass diese „Argumentationshilfe“ überhaupt klassifiziert war.

      Es scheint tatsächlich ein Beispiel dafür zu sein, wie sich falsche Lesarten von der Quelle lösen und fortpflanzen, leider auch durch Mathias Bröckers.

      Gefällt mir

      Antwort
      1. Traumschau

        Der Titel dieses Dokumentes lautet: „COUNTERING CRITICISM OF THE WARRN REPORT“
        Damit ist m.E. alles gesagt. LG

        Gefällt mir

  4. Traumschau

    Herr Ebermann ist offenkundig ein Opfer der hiesigen „Bildungspolitik“. Wer die Strategiepapiere bzw. die zahlreichen Primärquellen zur Globalstrategie der USA nicht kennt, wird natürlich jeden als VT´ler, Spinner und Ketzer bezeichnen, der sich damit auseinandergesetzt hat und diese imperialistische Politik scharf kritisiert. Leute wie Ebermann, die sich nicht auseinandersetzen sondern nur diffamieren, sind m.E. einer Beachtung eigentlich nicht wert.
    Ebermann ist leicht zu durchschauen, denn er betreibt letztlich nur „Meinungsmathematik“:

    http://hinter-den-schlagzeilen.de/2015/02/04/die-anstalt-die-meinungsmathematik-der-medien/

    Gefällt mir

    Antwort
  5. Karl-Heinz Peil

    Ich selbst habe vor sechs Wochen wegen der immer noch heftigen Debatte innerhalb der Friedensbewegung eine umfangreiche Ausarbeitung erstellt („Flugschrift über Querfrontdebatten, Diffamierungen und Medienkompetenz“), die von vielen leidgeplagten Aktivisten in der Friedensbewegung als sehr hilfreich angesehen wurde, damit manche Kontroversen vielleicht doch mal ein Ende finden.
    Was Sie in Ihrem Beitrag mit den Worten umschreiben „Was natürlich nur derjenige wahrnimmt, der sich diese Gespräche auch anschaut“ habe ich darin auch so ähnlich formuliert und deshalb ausführlich aus vorhandenen Quellen zitiert, was für eine eigene Meinungsbildung notwendig ist.
    Man muss leider immer wieder darauf hinweisen, dass bestimmte Begriffe als politische Waffe eingesetzt werden. Beispielsweise ist „Verschwörungstheoretiker“ mittlerweile nur eine etwas seriöser klingende Umschreibung für Vollidiot.

    http://www.frieden-und-zukunft.de/pdf/2017/2017-02_Peil_Flugschrift_Querfrontdebatte.pdf

    Gefällt mir

    Antwort
  6. oberham

    Ich bin ein schlichter Mensch und betrachte die Welt um mich herum. Das ewig subjektive Grundrauschen der eitlen Geister verändert nichts!
    Hier wird jede Äußerung zum reinen Selbstzweck!
    Ich empfehle den Menschen sich die objektive Realität bewusst zu machen – es bedarf keiner Vordenker, Querdenker und Ideologen, es bedarf des freien Geistes eines jeden Einzelnen, der für sich die Lebensrealität seiner selbst kritisch hinterfragt.

    Doch leider scheint das zu mühsam, man schlägt sich wohl meist lieber einem Lager zu, schlimmstenfalls jenem, das die einfachsten Parolen über der Pforte ausrollt.

    Mein Frage lautet, wer hier möchte ein gutes Leben für alle Menschen?

    Diese simple Utopie ist so alt, so alt wie wir wohl, als sozial organisierte Horde selbst sind!

    Doch diese simple Utopie wird niemals realisiert, da die meisten von uns sich führen lassen und kein Vertrauen untereinander besteht, da dieses Vertrauen von jenen permanent bekämpft wird, die für ihre Lager streiten und die sich anmaßen, anderen Menschen ihre Wahrheiten aufzudrängen.

    Mich interessiert nur peripher wer nun eine „Querfront“ bildet, wer der schlimmere Verbrecher in Syrien ist, welcher Präsident nun die Pest und welcher die Cholera verkörpert.

    Mich interessiert, was die Menschen neben mir tatsächlich tun und was ich da sehe stimmt mich skeptisch.
    Die Menschen neben mir rennen täglich in ihre Arbeits- und Funktionswaben, dienen dort unmündig und oftmals hochdestruktiv, ja verbrecherisch, erhalten umso mehr Gage, desto perfider der praktizierte Unsinn ist, jene die Sinnvolles leisten, können meist kaum vom Gehalt leben, doch dennoch herrscht mehrheitlich ein Geist des immer weiter so!

    7 Milliarden Menschen, 1 Milliarde im absoluten Elend, vom Hungertod bedroht, 5 Milliarden die ähnlich den Sklaven in der Antike schlichtes Nutzvieh für die Herrschenden abbilden und vielleicht 1 Milliarde die ein subjektiv glückliches und eventuell wie in genannter Utopie „gutes“ Leben erleben (davon einige Millionen die wie wahnsinnige Hedonisten ökologische Fußabdrücke jenseits der 1000 hinterlassen!).

    Sind wir nicht in der Lage eine andere Gesellschaft zu bilden?

    Ich kann nur sagen – ich schlafe täglich solange ich möchte, ich spaziere durch die Natur und kenne mein Habitat, jenen Lebensraum der mich umgibt, ich erlebe wie dieser Jahr um Jahr mehr von meinen Artgenossen zerstört wird, dabei lebe ich noch in einem Raum, der als paradiesisch anmuten könnte, vergleicht man ihn mit den Höllenzonen der menschlichen Siedlungsgebiete.

    Warum ich dies hier schrieb?

    Vielleicht erkennt manch ein Leser das es nicht „ot“ ist, sondern eine sinnvolle Replik ist.

    Die meisten werden leider nur den Kopf schütteln, ob der Schlichtheit meiner Gedanken.
    Denen empfehle ich Platon, dabei mit dem Vorschlag, sich in jenem Text zu verorten, welcher Gruppe man sich zugehörig fühlt, vor allem, ob diese Einteilung der menschlichen Wesen wirklich wünschenswert, nun nach fast zweieinhalb Jahrtausenden positiv wirkend ist.

    Gefällt mir

    Antwort
  7. Rüdiger

    Im Gegensatz zu Herrn Ebermann, bin ich sehr froh dass es Leute wie Sie, Herrn Jebsen oder Herrn Müller gibt. Ich hab mir auch ihr Buch „Wer regiert das Geld“ gekauft und mit großer Begeisterung gelesen und verschenke es inzwischen gerne als Geburtstagsgeschenk 🙂
    Ein großes Dankeschön von mir (Vater von zwei Kindern der sich inzwischen Sorgen macht, dass sein Sohn in 10 Jahren womöglich wieder zwangseingezogen wird um in einem sinnlosen Krieg zu kämpfen)

    Gefällt 1 Person

    Antwort
  8. Meinungsmacht

    Vor ein paar Jahrhunderten war man noch mit dem Teufel im Bunde, wenn man der herrschenden Oligarchie (der Kirche) in die Suppe gespuckt hat. Vor 50 Jahren war man Verschwörungstheoretiker, heute ist man Querfront bzw. rechtsradikal.

    Gefällt mir

    Antwort
  9. Bernhard Meyer

    Merkel kritisieren ist schlecht, Wagenknecht kritisieren ist gut. Wo steht Herr Ebermann eigentlich im politischen Koordinatensystem? Ist er rechts, links, oben unten?

    Es ist Nonsense, hat aber Methode: Die Linke, die dieses Geschwurbel in sich beherbergt (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Amadeo-Stiftung, Otto-Brenner-Stiftung, sich „links etikettierende Gruppen wie Antifa etc.) schadet sich enorm. Teile der Friedensbewegung sind mit Abgrenzungsdebatten beschäftigt, wegen Vorwürfen aus diesen Reihen. Wenn das NICHT von den „Diensten“ gefingert worden ist, dann sind diese Leute deren nützliche Idioten. Ich finde, Partei „die Linke“ sollte sich des Problems endlich annehmen.

    Gefällt mir

    Antwort
    1. marie

      etiketten im „koordinatensystem“ führen einfach nur in die irre …

      kurz den inhalt probieren und seinem eigenen geschmack vertrauen: Rosa-Luxemburg-Stiftung, Amadeo-Stiftung, Otto-Brenner-Stiftung, ditfurth und ebermann u.a .lassen dann ungenießbare substanzen auf der zunge entfalten, die eigentlich als erkenntnis reichen sollten.

      Gefällt mir

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s