„Die Angst der Eliten“: Interview bei KenFM

11. Juni 2018   —   Ken Jebsen hat mich vor kurzem zu meinem neuen Buch interviewt, das 95-minütige Gespräch kann man sich hier anschauen:

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6 Gedanken zu „„Die Angst der Eliten“: Interview bei KenFM

  1. Axel Tigges

    Eine sehr ehrliche Analyse mit guter Kenntnis, wie Faschismus entsteht. Ich möchte noch einen Gedanken hinzufügen, der mich beschäftigt hat, nach dem Motto von Bert Brecht ERST KOMMT DAS FRESSEN – DANN DIE MORAL – oder: Wie gelingt es den Eliten, uns über das, was wir essen, zu steuern. Dazu ein Lebensbericht von dem damaligen Leiter des Institutes für Politische Bildung an der RWTH-Aachen, der sich in einem Gespräch im WDR 5 2016 darüber geäußert hat. Reichsdeutsche, die 1939 die Sudetendeutschen in der Tschechei „unterstützt“ haben, wurden von ihm als pausbäckige „Fresser“ bezeichnet https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/erlebtegeschichten/kurt-lenk-100.html Die seinen Vater gequält haben, weil er als Finanzbeamter sich auch um die Tschechen gekümmert hat.

    Heute sind wir ein Schritt weiter, wir vernichten uns durch das Essen mit Säureüberschuss, nur wenige warnen effektiv wie Rüdiger Dahlke: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt | Dr. med. Rüdiger Dahlke

    Wer nun weiß, wer alles an den Leiden der Menschen verdient, das durch saures, sprich oxidantes Essen und Trinken erzeugt wird, der weiß auch, was passieren wird, wenn die Armen immer ärmer werden. Ihre Wut über ihre eigenen Schmerzen lässt sich sehr leicht auf die Feindbilder übertragen. Wie das durch Krankenhäuser unterstützt wird, darauf weist Dr. med. Gerd Reuther hin.
    DER BETROGENE PATIENT
    Am 24.11.2017 veröffentlicht https://www.youtube.com/watch?v=x5OZVu0LJkI&t=97s
    „Jährlich sterben in deutschen Kliniken rund 18.800 Menschen durch Behandlungsfehler. Das sind etwa fünfmal so viele Todesfälle wie im Straßenverkehr, hat eine Studie der AOK ergeben, die von Ärzten dafür heftig kritisiert wurde. Doch unser Gast, der Radiologe Dr. med. Gerd Reuther, geht noch weiter: Die Dunkelziffer der Todesopfer von Ärzten dürfte sogar noch deutlich höher liegen. Seine Recherchen hat der Arzt in dem vielbeachteten Buch „Der betrogene Patient“ zusammengefasst, das es auf die SPIEGEL-Bestsellerliste schaffte. Im Gespräch mit Robert Fleischer erklärt er, warum er Ärzte für die Todesursache Nummer 1 hält, welche Umstände dafür verantwortlich sind und was man als Patient tun kann, um sich sicher behandeln zu lassen“.

    Doch es ist kaum diskutiert, wie da unwissend Gehaltene auf Kriege vorbereitet werden. Somit ist das Selbstvernichtungs. und die Isolierungspraxis des Einzelnen sehr breit angelegt. Das lässt sich nur mit Vorleben ändern und indem darauf geachtet wird, wie sich Kinder noch natürlich verhalten, jenseits von Belohnung und Bestrafung, was aus uns Objekte der Begierde der Geldeliten gemacht hat.

    Wie ist das zu lösen? So stelle ich die Frage, welche Bildung genießen wir, dass das nur Wenige durchschauen? Und hier gibt u.v.a. Gerald Hüther einige Antworten, um auf Augenhöhe zu kommen. Denn ohne Verantwortung für uns selbst können wir uns nicht miteinander begleiten. Gerald Hüther: Momente gelingender Beziehungen (eine neue Beziehungskultur für eine bessere Welt) https://www.youtube.com/watch?v=9lE3nxFQ6u8&t=724s
    Am 16.04.2018 veröffentlicht
    Im März 2018 hielt Prof. Dr. Gerald Hüther in Wien einen Vortrag über die Momente gelingender Beziehungen. Ich traf ihn im Rahmen der beliebten Reihe „ExpertInnen im Gespräch“ auf Mini and Me (http://www.mini-and-me.com) ein paar Stunden davor.

    Gerald Hüther beschreibt, was Momente gelingender Beziehungen in Familie, Schule und Gesellschaft bewirken können, wie man sie schafft, aber auch, welche Hindernisse sich ihnen entgegenstellen. In einer neuen Beziehungskultur liegt die Möglichkeit, die Welt zu verändern – im Großen wie im Kleinen.

    Herzliche Grüße
    Axel Tigges

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  2. Georg

    Sehr geehrter Herr Schreyer,
    dieses Buch ist eine hervorragende, intelligente Analyse. Sie bestätigt und übertrifft meine bisherigen Recherchen zu dem Thema und ist dazu noch flüssig und vor allem gut verständlich zu lesen. Das Beste was ich in den letzten Jahren gelesen habe!
    Beste Grüße, Georg

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  3. Juan

    Nur eine Kleinigkeit zum Interview / Hartz IV: Ich war zu der Zeit (ca. 1996 bis 2002) aus beruflichen Gründen oft gezwungen, Nachmittagsfernsehen (RTL, …) zumindest mit anzusehen, ohne Ton. Es war menschenverachtend, wie und was da vor- bzw. aufgeführt wurde, um, wie Sie sagen, Hartz IV durchzusetzen.

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  4. Juan

    Ein P.S.: Danke, Sie haben mich vorsichtig gegenüber der AfD werden lassen, eine gewisse Überforderung (Islam, Zuwanderung, Sozialsysteme, Gewalt, letztendlich Dystopie; die Erwartung bürgerkriegsähnlicher Zustände) können einen schon mal ins Wanken bringen. Niall Fergusons „Five Ingredients for a Populist Backlash“ passt vielleicht auch zu Ihren Thesen. http://www.niallferguson.com/video/five-ingredients-for-a-populist-backlash

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  5. marie

    ein sehr kluges und faktenreiches gespräch, in dem viel recherchearbeit steckt.

    ich schließe mich der evolutionären bewußtseinsentwicklung an …

    frage mich, ob die technik der paradoxen intervention häufiger kultiviert werden sollte …

    >>> vielen dank !!!

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  6. Frank Präuner

    Sehr geehrter Herr Schreyer,

    ihr Interview mit Ken Jebsen fand ich sehr aufschlussreich und interessant. Mit zwei wesentlichen Einsichten von Ihnen und Ken Jebsen, bin ich jedoch überhaupt nicht einverstanden. Erstens mit ihrem Demokratiebegriff, dass die Macht vom Volke ausgeht und der Volkswille umgesetzt werden müsste! Das ist der Demokratiebegriff von Rousseau/Voltaire oder wie die alten Griechen sagen würden die Ochlokratie! Demokratie ist jedoch die Regierungsform, die Macht begrenzt, nicht nur der Regierenden (Executive, Legislative und Jurisdiktion), sondern auch des Volkes.

    Die beste Staatsform ist die Demokratie, weil es eine Herrschaftsform ist, in der es möglich ist, die Regierung gewaltfrei abzuwählen. Dies, und nicht etwa die Behauptung, dass die Mehrheit Recht habe, sei der größte Vorzug der Demokratie!

    Dies führt mich zu ihren Thesen zu Volksentscheiden. Ich habe grundsätzlich überhaupt nichts gegen Volksentscheide, wenn Sie im Rahmen eines erfolgreichen Institutionenmodells durchgeführt werden wie z.B. in der Schweiz!

    Aber ich glaube, dass Sie noch nicht ganz das Schweizerische Modell verstanden haben. Die Schweiz besteht bekanntlich auch 27 Kantonen und etlichen Gemeinden. Als Deutscher (ich habe aber auch aufgrund meiner Schweizer Abstammung auch die Schweizer Staatsbürgerschaft) muss man erstmal verstehen, dass die ganze wesentliche politische Musik in den Kantonen und Gemeinden abläuft und die Bundespolitik eigentlich in der Schweiz gar nichts zu sagen hat (erste Machtschranke). Fragen Sie mal einen Schweizer nach seinem jetzigen Bundespräsident, den werden die Schweizer nicht benennen können, weil Bundespolitik für einen Schweizer grundsätzlich uninteressant sein kann und ist.

    Außer bei den sogenannten Volksentscheiden, dann kommt das Schweizer Parlament zum Zuge. Das Schweizer Bundesparlament kann man quasi als vorgezogenes Bundesverfassungsgericht ansehen, welches darüber entscheidet, prüft und formuliert, ob gewisse „Volksanträge“ zur Abstimmung zu gelassen werden! D.h. mitnichten, dass in der Schweiz, selbst wenn alle Schweizer dafür wären, über jedes beliebige Thema z.B. Eigentum etc. abgestimmt werden kann. Das Schweizer Parlament hat nämlich Anträge abzulehnen, welche gegen die Schweizer Verfassung verstoßen würden, dazu würde das von Ihnen erwähnte Thema der Eigentumsneugestaltung gehören (über die man natürlich diskutieren und streiten kann), aber mit Sicherheit kann man darüber nicht abstimmen, zumindest in der Schweiz nicht. Denn immerhin geht die Verfassung auch dem Volkswillen vor (zweite Schranke). Aber auch die kann man bekanntlich mit 3/4 Mehrheit ändern (Dritte Schranke: Bevölkerung plus Kantone)!

    Wenn Sie, Herr Schreyer, für derartige Volksentscheide, wie das Schweizer Modell sind, kann ich dies natürlich sehr befürworten, aber in Deutschland müssten hierfür die kompletten Institutionen so umgestaltet werden, dass auch die sogenannte Macht des Volkes beschränkt werden müsste, damit es nicht zu einer Diktatur der Mehrheit kommt!

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