Archiv für den Monat November 2018

Wie man die Demokratie nicht gegen Populisten verteidigt: Mein Vortrag an der Universität Eichstätt

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28. November 2018   —   Vergangene Woche war ich zu einem Vortrag im beschaulichen bayrischen Eichstätt. An der dortigen Universität findet zur Zeit eine Wintervortragsreihe statt, die in diesem Jahr unter dem Thema „Populismus“ steht. Eingeladen hatte mich der Anglistikprofessor Thomas Hoffmann, Dekan der sprachwissenschaftlichen Fakultät. Über diese Einladung habe ich mich besonders gefreut, da der kritische Blick auf die Sprache und ihre politische Manipulation im Mittelpunkt meines aktuellen Buches steht. Weiterlesen

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Dirk Müller: Journalistischer Rufmord in der Süddeutschen Zeitung

Machtbeben von Dirk Mueller

25. November 2018   —   Dem Bestsellerautor Dirk Müller – ich hatte sein aktuelles Buch „Machtbeben“ kürzlich auf diesem Blog vorgestellt – weht in den etablierten Medien zur Zeit ein scharfer Wind entgegen. Müller analysiert „die Macht der Plutokraten“ und spricht davon, dass wir uns längst „auf dem Weg in die Kleptokratie“ befinden, also in eine Gesellschaftsordnung, in der die Diebe und Plünderer das Ruder übernommen haben. Klar, dass man solche Töne an der Spitze nicht gern hört – umso weniger, wenn sich das Buch längst zu einem der erfolgreichsten politischen Bestseller des Jahres entwickelt hat. Müllers mit hunderten Fußnoten gründlich belegter Text steht seit seinem Erscheinen vor drei Monaten ununterbrochen in den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste. „Höchste Zeit“ also, den Mann unter Feuer zu nehmen. Weiterlesen

Gegendarstellung zur Rezension im „Neuen Deutschland“

20. November 2018   —  Die Tageszeitung „Neues Deutschland“ hatte meine vorletzten beiden Bücher wohlwollend – und vor allem fair – rezensiert. Beim aktuellen Buch „Die Angst der Eliten“ ist es nun anders. Der Rezensent, Matthias Holland-Letz, ist Lesern dieses Blogs bereits bekannt. Es geht – mal wieder – darum, zu definieren was „links“ ist, nicht etwa links im Sinne der SPD der 1920er Jahre, sondern im Sinne des heutigen arrivierten Berliner Milieus, zwischen entkernter SPD, bürgerlichen Grünen und dem Kipping-Flügel der Linkspartei. Die Rezension verortet mich daher, wenig überraschend, auf der rechten Seite des Spektrums. Ich tarne mich quasi bloß als links, so die unterschwellige Botschaft. Solch ein Streit um Begriffe könnte fruchtbar sein, doch der Rezensent des „Neuen Deutschland“ verlegt sich leider von vornherein aufs Foul Play. Er zitiert mich ganz einfach sinnentstellend und falsch. Im Folgenden mein heutiges Schreiben dazu an die Redaktion. Weiterlesen

Geldschöpfung und Gemeinwohl

9. November 2018   —   In dieser Woche war ich ins österreichische Vorarlberg eingeladen, um einen Vortrag zu meinem Buch „Wer regiert das Geld?“ zu halten. Zuvor hatte ich Gelegenheit, beim regionalen ORF Landesstudio ein längeres Interview zum Thema zu geben. Die Sendung erwies sich als Glücksfall: Moderator und Programmchef Matthias Neustädter war hervorragend vorbereitet und hatte im Vorfeld Stellungnahmen von etablierten Bankern eingeholt, so vom Sprecher der österreichischen Nationalbank und vom Chef der Raiffeisen-Landesbank Vorarlberg. So gelang etwas, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber dennoch kaum passiert: kritische Ansichten zum Geldsystem den Einschätzungen von Mainstream-Bankern direkt gegenüberzustellen.

Außerdem zu Wort in der Sendung kam Michael Zorn, ein ehemaliger Banker, der sich heute als Regionalkoordinator der Genossenschaft für Gemeinwohl für die Gründung einer „Bank für Gemeinwohl“ einsetzt, und der die Verbreitung des VTalers, einer Regionalwährung für Vorarlberg, aktiv unterstützt. Im schönen Rheintal südlich des Bodensees tut sich einiges. Die Widerstände allerdings sind groß: Im Juni 2018 lehnte die österreichische Finanzaufsicht den Antrag der Gemeinwohl-Genossenschaft auf eine Banklizenz ab.