Dirk Müller: Journalistischer Rufmord in der Süddeutschen Zeitung

Machtbeben von Dirk Mueller

25. November 2018   —   Dem Bestsellerautor Dirk Müller – ich hatte sein aktuelles Buch „Machtbeben“ kürzlich auf diesem Blog vorgestellt – weht in den etablierten Medien zur Zeit ein scharfer Wind entgegen. Müller analysiert „die Macht der Plutokraten“ und spricht davon, dass wir uns längst „auf dem Weg in die Kleptokratie“ befinden, also in eine Gesellschaftsordnung, in der die Diebe und Plünderer das Ruder übernommen haben. Klar, dass man solche Töne an der Spitze nicht gern hört – umso weniger, wenn sich das Buch längst zu einem der erfolgreichsten politischen Bestseller des Jahres entwickelt hat. Müllers mit hunderten Fußnoten gründlich belegter Text steht seit seinem Erscheinen vor drei Monaten ununterbrochen in den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste. „Höchste Zeit“ also, den Mann unter Feuer zu nehmen.

Diesen Job erledigte vergangene Woche nun die Süddeutsche Zeitung (assistiert vom allgegenwärtigen Prof. Butter), wo auf der prominenten Seite 3 ein langer Rufmord-Artikel erschien, auf den Müller nun mit einem eigenen Text reagiert hat. Soweit, so erwartbar. Erwähnenswert und von Bedeutung sind dabei die auffallend schmierigen und unsauberen Methoden, mit denen die Süddeutsche Zeitung hier arbeitet. Müller erfuhr nach der Artikelveröffentlichung von einem ehemaligen Kollegen, dass die Zeitung im Rahmen ihrer Artikelrecherche bei diesem angerufen hatte und Müllers Ex-Kollegen am Telefon immer wieder dazu bringen wollte, doch zu bestätigen, dass Müller irgendwie rechts sei. Dies gelang zwar nicht, dennoch erweckt die Zeitung nun genau diesen Anschein. Dirk Müller steht nicht allein, wenn er am Schluss seiner Gegenrede bemerkt:

„Ich habe an dieser Stelle jeden Respekt vor der Süddeutschen Zeitung verloren, die einst ein honoriges Schwergewicht der Deutschen Medienlandschaft war. Aber wer einem solchen offensichtlichen Rufmordartikel schwächster journalistischer Ausprägung die wichtigste Seite 3 der ganzen Zeitung einräumt, weiß genau, was er tut – und das entscheidet bei der Süddeutschen nicht der Praktikant, davon kann man ausgehen. (…) Wenn ein Teil der Medien vom Kontrolleur der Macht zum Sprachrohr der Macht wird, dann brechen dunkle Zeiten an, denn von nun an ist dem Machtmissbrauch Tür und Tor geöffnet. Wenn einige dieser Medien aber sogar zur Schlägertruppe der Macht werden und jene Kritiker, die die eigentliche Aufgabe der Medien noch wahrnehmen, verbal niederknüppeln, dann haben wir wahrlich dunkle Zeiten. “

Im Folgenden veröffentliche ich mit freundlicher Genehmigung von Dirk Müller seine vollständige Stellungnahme, wie sie bereits gestern auf seiner eigenen Webseite publiziert wurde.

Wenn Journalisten Rufmord begehen – Eine Fallstudie in eigener Sache

Dirk Müller

Am vergangenen Mittwoch erschien auf der prominenten Seite 3 der Süddeutschen Zeitung ein Artikel mit der reißerischen Überschrift: „‚Mr.Dax‘ und das Geschäft mit der Angst.“ Dem Artikel ging ein zweistündiges Interview mit dem 28-jährigen Journalisten Jan Schmidbauer in einem Kölner Hotel im Vorfeld eines Vortrages anlässlich des Anlegertages von Professor Max Otte voraus, während dem ich dem Interviewer ausführliche und sachliche Informationen zu seinen Fragen geben wollte.

Schon kurz nach Beginn wurde mir klar, dass er daran nicht interessiert war, sondern ein vorgefertigtes Konzept für seinen Artikel zu haben schien, für den er jetzt noch auf ein paar „Fleischbrocken“ hoffte. Ich war ob der Dreistigkeit und der für mich offensichtlichen Klarheit seiner Pläne mehrfach versucht das Interview abzubrechen, habe mich aber entschieden wenigsten zu versuchen an seine journalistische Ehre zu appellieren einen halbwegs fairen Bericht zu verfassen, auch wenn die Zielvorgabe für mich klar war. Es war ein vergeblicher Versuch.

Das Ergebnis war ein Rufmord in Reinkultur, wie ihn derzeit viele kritische Personen in Deutschland erleben. Da ich im Gegensatz zu den meisten – noch – die Möglichkeit habe eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, habe ich mich entschlossen den Verlauf und die Details hier stellvertretend für all jene, die sich nicht wehren können, öffentlich zu machen. Ich möchte zeigen, mit welchen perfiden Methoden hier sehr gezielt unliebsame Kritiker mundtot gemacht werden sollen.

Ich habe den Artikel abschnittweise kommentiert. Den ganzen Artikel finden Sie hinter der Bezahlschranke der Süddeutschen Zeitung.

Der Text beginnt bereits mit der ersten kleinen Lüge. Ich habe in der Bühnenshow gesagt – und den Filmausschnitt gezeigt – dass ich die Hosenträger von „Bud Fox“, dem jungen Mann in dem Film Wall-Street, bewundert habe und mich mit ihm, der am Ende auch gegen die Sauereien der Börse einsteht, identifiziert habe. Der Journalist verdreht das in die unsympathische und kriminelle Figur „Gordon Gekko“.

Aus einer 2-stündigen Abendshow als einziges Zitat den Satzteil „der einzige Idiot“ zu extrahieren, spricht für sich selbst – es ist aber auch erst die Aufwärmphase, um beim Leser die richtige Grundstimmung zu erzeugen.

Mit dem negativ besetzen Begriff „johlen“ und den Begrifflichkeiten „Typ BWL“, „Typ Kleinaktionär“, vor allem aber mit dem völlig deplatzierten und willkürlichen „Ein Duft von Aftershave und Flaschenbier“ werden 800 ganz normale Zuschauer aus der Mitte der Gesellschaft pauschal herabgesetzt – mit dem Ziel, die Veranstaltung und den Redner verächtlich zu machen.

Einen besonderen Geschmack bekommt dieser Abschnitt vor folgendem Hintergrund: Im Interview hat er mich auf die Besucher der Show angesprochen mit dem Satz „Mir ist aufgefallen, dass unter Ihren Zuschauern viele AfD-Anhänger waren!“. Als ich fragte, woran er diesen Unsinn festgemacht habe, ob diese bedruckte T-Shirts trugen oder Fahnen geschwenkt hätten, meinte er „Das war so mein Eindruck“ …aha… der Eindruck hat ihm (vielleicht auf Anraten der Rechtsabteilung) nicht gereicht, um es dann auch so zu schreiben, also hat er sich offenkundig einer anderen Methode bedient, um das Ziel zu erreichen, das Publikum verächtlich zu machen.

Wieder bedient der Autor sich der Lüge. Ich würde den Anlegern nicht empfehlen, ein breites Portfolio aufzubauen, um Risiken zu streuen. Das genaue Gegenteil ist richtig. Selbstverständlich empfehle ich genau das. Verschiedene Aktien (mindestens 11, eher 20), Edelmetall, Immobilien und Tagesgeld/Geldmarktpapiere zur Liquiditätshaltung. „Nicht elf Manuel Neuer aufstellen“ bedeutet genau das! Eben nicht nur alles auf einen Spieler zu setzen. Der Autor lügt hier dreist, um meine Kompetenz in Abrede zu stellen. Eine unterschwellige und unfundierte Herabsetzung. „Müller gab einfache“ (und somit flache, oberflächliche) Antworten auf komplizierte Themen. Eine frei erfundene Aussage ohne jedes Sachargument. Wäre das so gewesen, hätte der Bundestag mich kaum als Experten geladen.

Jetzt wird es aggressiver. Ich würde Angst verbreiten und verkaufen. Das Gegenteil ist der Fall. Ich beschreibe nüchtern die Zusammenhänge und die sich daraus ergebenden Konsequenzen. Daraus ergeben sich Chancen und Risiken. Beides beschreibe ich gleichermaßen und nur so ist es verantwortungsbewusste Berichterstattung. Wer nur die Chancen beschreibt, gefährdet das Geld der Anleger. Genauso könnte man einen Bericht über einen Seismologen, der Erdbebenwahrscheinlichkeiten berechnet, überschreiben mit den Worten „Sein Geschäft mit der Angst und wie er damit Geld verdient“. Seine Anschuldigung würde stimmen, wenn ich falsche Behauptungen aufstellen würde und Risiken benennen würde, die nicht existieren. Das ist aber nicht der Fall, hier hat mir auch noch niemand Fehler vorgeworfen und hier bringt auch der Autor kein überzeugendes Argument diesbezüglich vor.

Dass jeder Fonds der Welt Gebühren kostet, sollte auch einem Journalisten der Süddeutschen Zeitung bekannt sein. „Stattliche Gebühren“ sind ein Begriff für besonders hohe Gebühren. Tatsächlich liegen die Verwaltungsgebühren des Fonds mit jährlich 1,55% im unteren Bereich für vergleichbare Fonds, zumal wir vollständig auf zusätzliche Performancegebühren verzichten. Eine bewusste, den Leser irreführende Falschaussage, oder fachliche Unkenntnis des Journalisten – aber nichts im Vergleich mit dem, was noch folgen sollte.

Doch, ich bemühe mich – aber Journalisten wie dieser sorgen dafür, dass es vergeblich bleibt.

Er spricht von „steilen Thesen“, was man mit „unglaubwürdigen Thesen“ übersetzen kann. Schauen wir uns diese „steilen Thesen“ an, die er anführt.

Die Gefahr eines Bürgerkrieges in Europa sei eine solche „steile These“. Nun, da bin ich in guter Gesellschaft, sie stammt nämlich vom französischen Präsidenten Macron.

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/eu/id_83621208/frankreichs-staatschef-macron-warnt-vor-buergerkrieg-in-europa.html

Dass der Dieselskandal in den USA, der sich dort ausschließlich gegen die deutschen Autohersteller richtete, eine politische Komponente gegen die deutsche Autoindustrie beinhaltet, sei eine steile These. Interessant, dass der amerikanische Präsident Trump diese These mit einem „Frontalangriff auf die Deutsche Autoindustrie“ bestätigt, wie ausgerechnet die Süddeutsche Zeitung selbst berichtet.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/autohersteller-trumps-irrationaler-frontalangriff-auf-die-deutsche-autoindustrie-1.3334781

Dass Macron von Rothschild gefördert wurde, hält der junge Journalist gleichfalls für eine „steile These“. Ein wenig Recherche hätte ihn eines Besseren belehrt. Der Spiegel schreibt unter anderem:

„Dennoch stieg der damals 30-Jährige in der Bank atemberaubend schnell auf. „Er wusste nichts, aber er verstand alles“, zitiert die „FT“ einen ehemaligen Kollegen. Und er hatte offenbar einen mächtigen Förderer: François Henrot, wichtigster Vertrauter von Bankchef David de Rothschild, soll ihn persönlich empfohlen haben. 2010 wurde Macron mit 32 Jahren zum Partner bei Rothschild, so jung wie er hatte noch niemand zuvor diese höchste Hierarchiestufe erreicht.“

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/emmanuel-macron-schadet-ihm-seine-bankerkarriere-bei-der-wahl-a-1146089.html

Das vom Journalisten zitierte Wort „herangezüchtet“ kommt im gesamten Buch Machtbeben im Übrigen nicht vor. Eine glatte Lüge, seine eigene Wortschöpfung – die ich nie verwendet hätte – als angebliches Zitat von mir zu kennzeichnen.

Hier handelte es sich um den Anlegertag, den Professor Max Otte jährlich für seine Fondsinvestoren veranstaltet, bei dem es um Anlegerthemen und auch gesellschaftliche Fragestellungen geht. Er hatte mich gebeten, als Redner meine Sicht auf die Wirtschaftslage zu geben, was ich sehr gerne und ohne Honorar für meinen geschätzten Kollegen und Freund Max Otte getan habe. Ich spreche mit jedem, aber für niemanden und bin stets ausschließlich für mich und nicht für andere Redner verantwortlich, denen ich hier im Laufe der Veranstaltung teilweise sehr deutlich widersprochen habe, wie die Anwesenden (der Journalist gehörte meines Wissens nicht dazu) bestätigen können.

Der Versuch des Journalisten, mich mit dieser Auflistung in die Nähe der AfD zu rücken, ist allzu offensichtlich und wird von mir in aller Klarheit zurückgewiesen. Ich habe in den vergangenen Jahren bei allen im Bundestag vertretenen Parteien gesprochen. Mit einer einzigen Ausnahmen: Der AfD. Ich habe für die linke Gruppierung „Attac“ die 10-Jahres-Festrede gehalten, ich habe auf Einladung der SPD und der Grünen in verschiedenen Bundestagsausschüssen als Experte ausgesagt. Ich habe viele Jahre in der Landesfachkommission Finanzen des CDU-Wirtschaftsrates mitgewirkt. Ich habe bei den Freien Wählern in Bayern gesprochen und bei der IG Metall. Nur mit der AfD hatte ich bis heute keine einzige Veranstaltung, Rede oder sonstige Kontakte. Und ausgerechnet mir versucht dieser Journalist und einige seiner Kollegen immer wieder – ohne jeden Beweis – eine Nähe zur AfD zu unterstellen. Da es jeder Grundlage nachweislich entbehrt, ist das kein Journalismus mehr, sondern gezielter Rufmord bösartigster Natur.

Hier wird es geradezu abenteuerlich. Ich habe mich weder im „leeren Frühstückssaal“ umgesehen, was auch gar nicht möglich gewesen wäre, da wir in der Bar saßen, noch bin ich ihm näher gerückt – und ich hatte ganz sicher auch keinen Grund zu flüstern. Reine Prosa. Ich habe ihm gesagt, dass ich über dieses Thema nicht bereit bin mit ihm zu sprechen, dass ich es bei dem Begriff „Netzwerke“ belassen möchte. Diese sehr heterogenen und keineswegs geheimnisvollen Netzwerke – man fasst sie gemeinhin unter den Begriff „Eliten“ – mit oft gegensätzlichen Interessenslagen, bestehen aus tausenden Personen, Institutionen und Firmen, so dass es lächerlich und in der Tat zu recht angreifbar wäre, hier wenige Namen herauszupicken. Dass er mich auf dieses „Eis“ gerne geholt hätte, war mir klar. Er hatte gehofft, ich würde irgendeine Bank oder noch besser irgendeine Person – idealerweise jüdischen Glaubens – benennen, um dann die Antisemitismus-Keule schwingen zu können, wie er es im weiteren Verlauf des Textes dann ohne meine Vorlage erfinden musste.

Ich „bezeichne“ mich nicht als Journalist und Publizist, ich bin es. Ich bin seit vielen Jahren beim Deutschen Presse Verband DPV – Verband für Journalisten akkreditiert, habe in den vergangenen 10 Jahren hunderte von Artikeln in zahllosen Medien veröffentlicht, habe mit Finanzethos und der Marke „Cashkurs“  ein eigenes Medienhaus und inzwischen vier Spiegel-Besteller publiziert. Die vergleichbaren journalistischen und publizistischen Aktivitäten des Herrn Schmidbauer stehen diesbezüglich noch aus.

„Er hätte über Lobbyismus schreiben können“ impliziert, ich hätte es nicht getan. Eine glatte Lüge. Das Buch „Machtbeben“ handelt seitenweise vom Lobbyismus, das Wort kommt mehr als ein dutzend Mal vor und ich beschreibe mehrere Beispiele ausgiebig mit Namen und Firmen, zum Beispiel wie der Amerikaner Aji Pai zu Gunsten seines ehemaligen Arbeitgebers Verizon die Netzwerkneutralität in den USA gekippt hat und zahlreiches mehr. Mein letztes Buch „Showdown“ beinhaltet sogar ein eigenes Kapitel „Europa und die Lobbyisten“, wo das Thema seitenweise mit Ross und Reiter beschrieben wird. Der Satz „Aber sachliche Analysen findet man bei ihm selten“ ist nicht nur deswegen nichts weiter als eine freche Lüge ohne Substanz.

Aus den 113 Rezensionen auf Amazon, die das Buch zu 84% mit 5 Sternen bewerten, sucht er sich den Autor „Schlori“ heraus, dessen Aussage er auch hier wieder aus dem Zusammenhang reißt. Aber „Schlori“ wirkt eben alberner als „Daniel Schilke“, „Ernst Hamman“ oder „Patrick“. Eines muss man dem Autor zugestehen. Er geht ausgesprochen geschickt und gut geschult vor.

Der deplatzierte Satz „Müllers Argumentation ist dabei ein großes Raunen“ entbehrt zwar jeden Inhalts, verfehlt seine suggestive Wirkung beim Leser aber nicht.
Einen der Gründungsväter der Europäischen Union und ersten Karlspreisträger (höchster politischer Orden Europas) zum Philosophen zu reduzieren, um eine unliebsame Quelle zu marginalisieren, ist ein fast schon langweiliger Standard-Trick. Die zahlreichen anderen im Buch zitierten Politiker und Quellen lässt er folgerichtig gleich ganz unter den Tisch fallen.

Dann wiederholt er seine Zeilen zu Macron vom Anfang seines Textes. Ich möchte diesen Fehler hier nicht auch noch machen und verweise auf die obigen Ausführungen.

„Woher er seine Kenntnisse nimmt, ist unklar“… wohl nur dem oberflächlichen Betrachter. Das Buch ist mit mehr als 300 Quellenverweisen ausgestattet, die zu jedem einzelnen Punkt – für den ernsthaft  Interessierten – nachprüfbare und belastbare Quellen angeben. Ich hätte vermutlich auch 500 Quellen angeben können, es wäre dem Herrn Schmidbauer, der sich für Fakten offenkundig nicht sonderlich interessiert, noch immer „unklar“, woher die Informationen denn stammten.

Nun holt sich der Autor vermeintlich wissenschaftliche Unterstützung zu Hilfe. Michael Butter ist stellvertretender Vorsitzender einer Organisation der Europäischen Union gegen Verschwörungstheorien, die auch von eben jener EU finanziert wird. Das ist vergleichbar, als würde Bayer einen Chemiker von Monsanto befragen, ob an den Gerüchten über eine Gefährdung durch Glyphosat etwas dran sei.

https://conspiracytheories.eu/

Butter schreibt in einem seiner Bücher höchstselbst, dass es außer Zweifel stehe, dass der Begriff „Verschwörungstheorie“ üblicherweise dazu dient, missliebige Alternativversionen zu diskreditieren. Das hindert ihn aber nicht, dies mit Begeisterung selbst einzusetzen, er weiß ja wie es funktioniert und greift auch gleich zur stärksten Keule mit der jeder unliebsame Zeitgenosse endgültig erschlagen werden kann, dem „Antisemitismus“. Ob es stimmt, spielt überhaupt keine Rolle – die bloße Behauptung genügt.

Hier werde ich in wenigen Sätzen, ohne Beleg als „nationalistisch, antiamerikanisch und antisemitisch“ diffamiert. Den einzigen und zugleich unumstößlichen Beweis scheint man in einem einzigen Punkt zu finden: Ich wage es im Zusammenhang mit Macron das Bankhaus Rothschild zu erwähnen (hat der Spiegel auch getan… ist der Spiegel etwa antisemitisch!?). Wie genau hätte ich das Bankhaus Rothschild seiner Meinung nach benennen sollen, ohne das Wort „Rothschild“ zu verwenden? Etwa: „Macron war für das Bankhaus tätig, dessen Name nicht genannt werden darf“!?…

Weiter schreibt er: „An anderer Stelle taucht, wie aus dem Nichts, der Investor George Soros auf, dessen jüdische Familie die Besetzung Ungarns durch die Nazis überlebt hat… da haben sie, platt gesagt, den nächsten Juden, der ins Spiel kommt.“

Ja! Sehr platt gesagt. Aber der Reihe nach. Was schätzen Sie, wie oft im Buch Machtbeben das Wort „Jude“ oder „jüdisch“ vorkommt? Kein einziges Mal. Warum? Weil es mir vollkommen egal ist, wessen religiösen Glaubens jemand ist. Ich beurteile jeden Menschen einzig nach seinen Worten und Taten. Die Aussage der Herren Butter und Schmidbauer bedeuten, dass nach ihrer Vorstellung jeder Mensch jüdischen Glaubens und jede Institution, die von Menschen jüdischen Glaubens geleitet wird, automatisch unfehlbar sind und egal was sie tun, nicht kritisiert und noch nicht einmal erwähnt werden dürfen, weil sie jüdischen Glaubens sind. Das halte ich wiederum für diskriminierende Ausgrenzung und für geradezu absurd.

Was genau die Tatsache, dass die Familie Soros die Besetzung Ungarns überlebt hat, hier zu suchen hat, erschließt sich vermutlich nur dem Autor selbst. Im Buch ist das auf jeden Fall nicht erwähnt.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal unmissverständlich klarstellen, dass ich nicht in den zartesten Ansätzen antisemitische, rassistische oder nationalistische Gedanken hege. Ganz im Gegenteil. Ich bin ein bekennender Europäer, ich liebe es, mich mit Menschen anderer Kulturen, Lebens-, Geistes-, Religions- und Denkwelten auszutauschen. Ich empfinde das als ungemein bereichernd. Ich schätze jeden Menschen auf Erden hoch und begegne ihm mit größter Sympathie. Wo immer ich die Möglichkeit habe – auch im Buch Machtbeben – setze ich mich für das Verständnis und den Respekt zwischen den Völkern und den Menschen ein. Gerade und besonders mit denen, mit denen man anderer Meinung ist. Das wird Ihnen jeder Mensch, der in den vergangenen Jahren mit mir zu tun hatte, bestätigen. Wer böswillig etwas anderes behauptet, ist ein unverantwortlicher Brandstifter und Rufmörder. Ich werde mich – wo immer nötig – dagegen zur Wehr setzen. Aber genau hierin steckt auch die perfide Strategie dieser Leute. Wenn man jemanden nur oft genug mit Dreck bewirft, wird schon etwas hängenbleiben. Man muss eine Lüge nur oft genug wiederholen, dann wird sie geglaubt. Sie sehen, wie sehr ich mich hier gegen eine klar falsche Anschuldigung verteidigen muss. Doch wie viele Leser des Artikels der Süddeutschen werden in der Zukunft im Hinterkopf haben „Müller!? Da war doch irgendwas mit Antisemitismus!?“. So funktioniert Rufmord. Böse, intrigant und wirkungsvoll. So macht man unbequeme Personen tot, wenn die Argumente fehlen.

Weil die Börse der Schmelztiegel aller Ereignisse auf der Welt ist. Weil man die Börse nicht verstehen kann, ohne möglichst viel von der Welt und vor allem der Weltpolitik zu verstehen. Weil die Macht- und Politikinteressen immer über den Wirtschaftsinteressen stehen. Wer das bezweifelt, der denke an die Deutschen Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die unsere Wirtschaft Milliarden kosten, was aber hinter politischen Interessen (berechtigt oder unberechtigt spielt hier keine Rolle) zurückstehen muss.

Man kann die Börse und die künftige Entwicklung von Unternehmen nicht verstehen, wenn man die politischen Hintergründe und Absichten nicht versteht. Die Volkswirte des Bankhaus M. M. Warburg sagen dazu: „Mehr denn je ist also die Politik der Schlüsselfaktor, von dem die Entwicklung der Weltwirtschaft maßgeblich beeinflusst wird.“ Deshalb kümmere ich mich auch um Fragen der Weltpolitik. Es ist befremdlich, dass einem Autor, dem diese Zusammenhänge fremd sind, dennoch die Seite 3 einer der größten deutschen Tageszeitungen eingeräumt wird.

Und wieder bemüht der Autor eine Lüge, um seine Geschichte aufzubauen. Ich habe an keiner Stelle behauptet, dass die Fotos an der Börse „NIE“ inszeniert waren. Ganz im Gegenteil habe ich diesem Journalisten genau erklärt, wie ich auch ab und zu für die oft ein oder zwei Stunden wartenden Fotoreporter den Telefonhörer in die Hand genommen habe, damit die ihr Foto noch vor Redaktionsschluss hatten. Aber das waren eben Ausnahmen. Warum muss er aus einer solchen banalen Selbstverständlichkeit eine Lüge machen? Weil sonst seine Geschichte nicht passt.

Er hat sich ja sehr viel Mühe gegeben, mich in die Pfanne zu hauen. Wie er an die Telefonnummer meines alten Chefs Hans Dittmar gekommen ist, weiß ich nicht. Es war vor 26 Jahren, dass ich für neun Monate bei Hans Dittmar gearbeitet habe. Soweit musste er zurücksuchen, um am Ende – trotz aller Mühe – nicht mehr Vorwürfe gegen mich zu finden, als dass ich sehr selbstbewusst gewesen sei. Das ist schon ein Skandal, da muss ich ihm Recht geben. Wer weiß, was rausgekommen wäre, wenn er meine Grundschullehrerin erreicht hätte… ich mag es mir nicht ausmalen.

Dann hat er einen alten Kollegen von mir ans Telefon bekommen, der zuletzt vor 10 Jahren in der gleichen Firma, aber in einer anderen Abteilung gearbeitet hat.

Ich habe Arthur am Tag nach der Veröffentlichung des Artikels angerufen und habe ihn gefragt, ob er das wirklich so gesagt habe. Es hat mich nicht verwundert, dass er überrascht geantwortet hat: „Nein, das hab ich so absolut nicht gesagt“. Wir sind dann die Zitate durchgegangen, so wurde dann beispielsweise laut Arthur aus der Aussage „Es ist schwierig einen Fonds zu managen“ die freie Interpretation „Wenn er selber liefern muss kommt ja auch nichts dabei rum“. Alles andere wäre ja auch schlicht die Unwahrheit. Mein Fonds ist auf Platz 2 der erfolgreichsten Fonds des Jahres – wie selbst die mir gegenüber sonst ausgesprochen kritische „Welt am Sonntag“ vor wenigen Tagen einräumen musste.

Aber dann erzählte mir Arthur Brunner etwas Ungeheuerliches: „Der Typ wollte Dich die ganze Zeit in die rechte Ecke stellen und mich ständig dazu bewegen, ihm das irgendwie zu bestätigen. Ich hab dem gesagt, dass das völliger Blödsinn ist.“

Wenn dies zutrifft, entlarvt sich spätestens hier der gesamte Artikel, der „Journalist“ und die Süddeutsche Zeitung als das, was es von Anfang an war: Ein abgekartetes Spiel. Ein von vorne herein konzeptionierter Versuch des Rufmordes an einem unbequemen Kritiker der Medien und der Politik, wie wir es sonst nur aus totalitären Staaten kennen. Es ging nie darum, ein ausgewogenes Bild zu gewinnen. Es war von Beginn an klar, was der Artikel bewirken muss, und welche Anschuldigungen da rein müssen, um ihre Wirkung zu erzielen. „Stellt ihn in die rechte Ecke, egal wie“. Und so wurde gegraben und gesucht bis in die tiefste Vergangenheit von vor fast 30 Jahren. Und es war zu dumm, dass nichts Belastbares zu finden war. Also blieb nur eine schwammige Diffamierung mit unterschwelligen Anschuldigungen und der konstruierten Lächerlichkeit, dass jemand, der etwas Negatives über  Banken oder George Soros sagt, von vorneherein ein übler Antisemit sein muss.

Ich habe an dieser Stelle jeden Respekt vor der Süddeutschen Zeitung verloren, die einst ein honoriges Schwergewicht der Deutschen Medienlandschaft war. Aber wer einem solchen offensichtlichen Rufmordartikel schwächster journalistischer Ausprägung die wichtigste Seite 3 der ganzen Zeitung einräumt, weiß genau, was er tut – und das entscheidet bei der Süddeutschen nicht der Praktikant, davon kann man ausgehen. Leider bestätigt das in vollstem Umfang meine im Buch dargestellten Erläuterungen zur Veränderung der Medienlandschaft.

Die Medien haben als „vierte Gewalt“ die Aufgabe, die Eliten und die Politik zu kontrollieren und zu kritisieren. Sie sollen die Bevölkerung gegen Missstände mobilisieren, um so Machtmissbrauch der Eliten verhindern. Wenn ein Teil dieser Medien aber vom Kontrolleur der Macht zum Sprachrohr der Macht wird, dann brechen dunkle Zeiten an, denn von nun an ist dem Machtmissbrauch Tür und Tor geöffnet. Wenn einige dieser Medien aber sogar zur Schlägertruppe der Macht werden und jene Kritiker, die die eigentliche Aufgabe der Medien noch wahrnehmen, verbal niederknüppeln, dann haben wir wahrlich dunkle Zeiten. Alle aufrechten Journalisten und Medien, die es noch immer in großer Zahl gibt, sollten alles in ihrer Macht stehende tun, um sich gegen solche Entwicklungen ihrer Zunft zur Wehr zu setzen, die die ganze Branche in pauschalen Misskredit bringen. Die Leser sollten ihrerseits Ihre Konsequenzen ziehen und aufbegehren gegen solche immer häufiger zu beobachtenden infamen Versuche der Lesermanipulation zum Schaden der Gesellschaft, wo immer sie Ihnen begegnen.

Dirk Müller im November 2018

(Foto: Verlag)

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22 Gedanken zu „Dirk Müller: Journalistischer Rufmord in der Süddeutschen Zeitung

  1. Matthias

    Ich kann dies nur bestätigen. Ich habe mich im Zusammenhang mit Rechtsbeugung und beweisbarer Strafvereitelung im Amt an die Süddeutsche Zeitung gewandt aber man wollte dort davon nichts hören, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, aber es passiert vermutlich tausendfach in Deutschland jedes Jahr. Die Süddeutsche Zeitung ist keine freie Presse, sondern ein Organ der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und verfügt über keinen einzigen investigativen Journalisten, veröffentlicht ebenfalls keine Informationen, die das Machtsystem des Staates offenlegen. Die Justiz schützt, wie in unserem Fall, Betrüger, also Straftäter nach dem Gesetz der Bundesrepublik Deutschland vor den Betrogenen, also den Opfern von Straftaten und nicht nur die Bundesregierung und der Bundespräsident schauen dabei zu sondern auch die Medien inkl. der Süddeutschen Zeitung. Damit ist der Bürger, der in Deutschland Opfer einer Straftat geworden ist, faktisch rechtlos, weil niemand dem Opfer hilft, die Justiz nicht, die Rechtsanwälte nicht, die ihr Geld von den Opfern bekommen, egal ob sie gut oder schlecht sind, die Rechtsschutzversicherungen nicht, die keine Deckungszusagen erteilen und sich damit nicht mal strafbar machen, die Politiker nicht und eben die Medien nicht. Es ist für ehrliche Menschen an der Zeit, das Land so schnell wie möglich zu verlassen, denn in Deutschland regiert seit geraumer Zeit die Lüge in Justiz, Politik und Presse/Medien.

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    1. yokowakare

      Nun das sind alles Aussagen. Sie haben die Form von Behauptungen. Ich kann (hier) keine Belege dafür erkennen. Ich stimme zu, dass in Deutschland viel gelogen wird. Das kann ich (hier) aber aber auch nicht belegen… (Anmerk: Eine empirische Aussage ist, dass ich dieses Jahr durch ein deutsches Gericht Recht zugesprochen bekommen habe; das war ein reales Erlebnis. Allerdings kann das der einzige Fall in Deutschland gewesen sein…).
      Worüber ich mich zunächst informieren werde ist, wem die Süddeutsche Zeitung gehört. Danke!

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  2. Diffamierung durch MSM = oft Ehrenmedaille für Integrität

    Es war eine Frage der Zeit, dass auch Dirk Müller eine solche (und künftig weitere) Ehrenmedaille(n) für Integrität von den MSM (Mainstream-Medien) bekommen würde.

    Die Erfahrung insbesondere der letzten paar Jahre zeigt: Leute, die vernünftige Dinge sagen, die dem Mainstream zuwiderlaufen, gegen die wird früher oder später das Halali eröffnet. Dabei wird das übliche Arsenal von Diffamierungskeulen eingesetzt.

    Inzwischen allerdings sind größere Teile der Bevölkerung diesbezüglich aufgewacht und folgen diesen Rufmord-Versuchen nicht mehr. Im Gegenteil: Bestimmte Keulen veranlassen selbstdenkende Menschen dazu, grade den solcherart Diffamierten oft ganz besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Denn sehr oft zeigt inzwischen die Erfahrung: Oft (wenn auch nicht immer) liegt grade DORT die echte Qualität.

    Und die MSM verspielen mit jeder weiteren dieser durchsichtigen Diffamierungskampagnen immer noch weiter an Glaubwürdigkeit.

    Die Diffamierungen werden Dirk Müller vermutlich durchaus einen gewissen Schaden zufügen. Es ist ihm viel Standvermögen zu wünschen! Aber die „Dirk Müllers“ werden immer mehr, und noch mehr, und noch mehr. Und immer weitere Teile der Bevölkerung wachen auch weiterhin auf.

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    1. Bernhard Meyer

      „Und die MSM verspielen mit jeder weiteren dieser durchsichtigen Diffamierungskampagnen immer noch weiter an Glaubwürdigkeit.“
      Es sind nicht nur die MSM, sondern auch die Wissenschaft, die sich wie ein Butter oder Pörksen für Zersetzungsarbeit hergeben oder die sich von Monsanto &Co. kaufen lassen um Glyphosat zu verharmlosen und die hauptsächlich damit beschäftigt sind, Drittmittel einzuwerben, d.h. sich zu korrumpieren.

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  3. Hans Dietrich

    Es ist schon interessant. Da sind zwei Medien, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein können, die aber die gleiche Strategie fahren – „Neues Deutschland“ bzgl. Herrn Schreyer und „SZ“ bzgl. Herrn Müller.

    Die Erfahrungen von @Matthias kann ich bezüglich der „SZ“ (Herrn Leyendecker) bestätigen. Seit vielen Jahren machen meine Frau und ich auf wirtschaftskriminelle Machenschaften eines großen Konzerns, eines staatlichen Amtes und Anwälten zu Gunsten des Konzerns aufmerksam. Die damit befassten Juristen wollen den Anzeigen nicht nachgehen. Da ein staatliches Amt, das dem Bundesjustizministerium untergeordnet ist, in diese Machenschaften mit verstrickt ist, müsste bei einem funktionierenden Rechtsstaat der informierte Petitionsausschuss des Bundestages das Bundesjustizministerium zur Aufklärung auffordern. Es sind in besonderem Maße SPD-Politiker, die sich an der Verschleierung beteiligen. Das habe ich auch hier schon einmal in einem Kommentar zur „Sammlungsbewegung“ (https://paulschreyer.wordpress.com/2018/08/07/zur-neuen-sammlungsbewegung-aufstehen/#comment-1740) erwähnt. Und in einer Frage an Frau Nahles (https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/andrea-nahles/question/2018-09-09/302556) zumindest angerissen.

    Ich referiere und informiere inzwischen über diese Machenschaften und weise die Falschbeurkundungen im Amt an im Internet einsehbaren Dokumenten des Amtes nach.

    Auf die hier aufgeführten Rufschädigungen gilt es, andere aufmerksam zu machen.

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    1. marie

      ich habe mir in den letzten tagen die ms-talks zu änderungen von hartz4 angetan und mein fazit ist (welches AUCH zum kern dieses blogthemas führt – ja sogar die gesamte gesellschaft betrifft!) >>> alle „details“/zahlenspielereien bis zum exzess sind nichts wert und nur als ablenkung einzuordnen, wenn nicht die gesamte gesellschaftliche werteskala (wie es sogar im gg steht!!) auf die WÜRDE = die menschliche WÜRDE und menschliche werte abseits allen materiellen wertes (der bei menschen die höchste perversion darstellt) gerichtet wird.

      wir brauchen DRINGEND eine diskussion über menschlichkeit in der menschengesellschaft und dürfen nicht zulassen, dass dieser ständig ausgewichen wird und wirtschaftliche zahlenspielereien als „argumente“ die dominanz bekommen und unsere gedanken zu geld/gier/macht als beschützenswert vertieft werden können

      „ein mensch, wie stolz das klingt“ darf nicht verloren gehen, sondern MUSS mit inhalt gefüllt werden – sonst sind wir verloren

      die heutigen schmähreden gegen MENSCHEN sind zutiefst unmenschlich – ob sie nun „pleitegriechen“, „sozialschmarotzer“, „verschwörungstheoretiker“ oder „dämonen“ – oder wie auch immer genannt werden – es ist tiefe faschistoide methode, die „unfolgsamen“ zu entmenschlichen und perverserweise alles umzudrehen und DIESE „nazis“ zu nennen – genau in der tradition der echten nazis selbst zu handeln und zu agieren – nur die etiketten werden umgeklebt und DAS!!! etikettieren (mit preischildern???) ist herrenmenschentun – im kleinen wie im großen … doch wer druckt und klebt diese etiketten und nimmt sich das recht dazu heraus? ein selbsternannter „übermensch“ oder gottähnlich?

      es sind scharlatane – die es immer geben wird – doch ihr leim sollte uns nicht berühren= weg damit … wir lassen uns nicht etikettieren … wir tragen warnwesten nach französischem vorbild

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  4. marie

    es ist schon ein paar jahre her, als ich nicht mehr übersehen-überlesen konnte, dass sich die sz aus der unabhängigkeit verabschiedet hatte – es ist bitter – aber auch allgemein bekannt und das insgesamt erwartbare dieses mediums … ich habe sie als unlesbar für mich eingeordnet …

    ich bin mir relativ sicher, das der selbstzerlegungsprozeß seine endphase eingeläutet hat … „erst ignorieren sie dich, dann belächeln sie dich – dann bekämpfen sie dich – und dann hast du gewonnen“ … gandhi hat recht damit … also weitermachen und beim lächeln bleiben … das ärgert die am meisten

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  5. fidelpoludo

    Die ominöse Seite 3 der SZ hatte vor Kurzem Uli Gellermann schon zu Recht in treffende Aufregung versetzt und zu einer ihren Inhalt spitz-polemisch widerspiegelnd gnadenlos zupackenden Form veranlaßt, die ihm eine sich bis in zwei Instanzen hinziehende Anklage einbrachte. Etwas mehr von dieser Art bissiger Aggressivität hätte sich Mr. Dax schon erlauben dürfen, zumal wir wissen, dass er durchaus über das dafür notwendige Arsenal verfügt. Vielleicht verdankt sich seine eher defensiv ausgerichtete Stellungnahme der Einsicht, dass nicht jedem die Mainstreammedien aufs Korn nehmenden Beitrag im Falle einer gerichtlichen Verfolgung das Glück eines Formfehlers zur Seite steht.
    Vgl. zum Falle Gellermann folgenden Artikel – samt der zahlreichen Kommentare:

    SÜDDEUTSCHE verliert – Obdachlose gewinnen
    Juristen des Medienkonzerns setzen eine Klage in den Sand
    https://www.rationalgalerie.de/home/sueddeutsche-verliert-obdachlose-gewinnen.html

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  6. fidelpoludo

    Mir war diese rufschädigende Offensive der SZ gegen Dirk Müller noch nicht bekannt, als ich mich aufgefordert fühlte, für die Wahrnehmung eines Interviews mit Dirk Müller bei RT zu plädieren, besonders auch an Bekannte und Freunde gerichtet, die trotz jahrelanger Beharkung meinerseits von ihrer Gläubigkeit den MSM gegenüber nicht lassen wollen.
    Stil und Ton dieser „Gegenpropaganda“ für Dirk Müller verdanken sich der fast hoffnungslos erscheinenden galgenhumorigen Frustration derartiger Bemühungen. Vielleicht findet der eine oder andere Gefallen (oder Mißfallen) daran:

    Wer sich auf diese Website begibt, sollte bibelfest sein. Denn sonst besteht die Gefahr, vom rechten neoliberalen Glauben abzufallen. Im Sinne der Glaubensfestigung hier einige die Gefahr umreißende Hinweise, wie Ihr entweder der Versuchung widerstehen könnt, diese platte Form auch nur zu betreten oder – wenn Ihr das riskante Leben und das Abenteuer zu sehr liebt, um ihr recht eingebettet auszuweichen – sie wohl informiert lässig, ihr Bla-Bla-Bla wie Regentropfen von Eurem wachen Geist abtropfen lassend, betreten und sie, keinen intellektuellen Schaden nehmend, überstehen könnt:

    1. RT: Dahinter verbirgt sich – als Kürzel nur mies getarnt – „Russia Today“. Soweit aber noch nicht gut. Hier enttarnt sich schon das erste Anzeichen einer verschwörerischen Absicht. Man biedert sich dem deutschen Zeitgeist durch Übernahme des gängigen Neudeutsch an, wie der spitzelnde Ruski es – das deutsche Geschäftsgebaren gründlich studiert habend – in den Läden der Einkaufszentren wahrgenommen hat: „Open“. Was er – zwei Fliegen mit einer Klappe schlagend – gleichzeitig als Einladung („Invitation“) interpretiert. Dialektisch gewendet, könnten wir Westler – jahrhundertelang eingeübt in der Kunst der Integration von widerständigen Impulsen – schon den ersten Ansatz zur Unschädlichmachung des geplanten Angriffs sehen: „Master of the Universe“ sind wir und wer sich freiwillig auf unser Terrain begibt, wird darin umkommen. Nimmt uns die Zeit und Geld raubende Arbeit ab, sie, die Ruskis, mühselig in die Steinzeit zurück bomben zu müssen. Besser ihr kommt uns mehr als auf halbem Wege entgegen und verballert Eure Millionen, in dem Ihr bei uns Arbeitsplätze schafft, die wir selbst nicht mehr auf die Beine bekommen, weil wir Euch niedergerüstet haben und nun den Rüstungsgeist, den wir riefen, nicht mehr los werden. Der Verzicht auf ein naives „Россия сегодня“ scheint also zumindest kurzfristig eine Win-Win-Situation geschaffen zu haben. Wäre der wahren Kälte des Neuen Krieges nur abträglich gewesen.

    2. Das Personal: „Jasmin Kosabek“. Spricht der Name nicht für sich selbst? Kein weiterer Warnhinweis also mehr notwendig. Wäre selbst als Künstlername unserem wachen Auge nicht entgangen, wer dahinter steckt. Bei „Dirk Müller“ wird es schon etwas komplizierter. Mit diesem urdeutschen Namen, der noch „Meyer“ und „Zimmermann“ weit hinter sich läßt, ist es ihm doch tatsächlich jahrelang gelungen, in den Mainstreammedien Einlaß zu finden und zu Wort zu kommen, bis man seiner Russophilie endlich auf die Spur kam und ihn von da an ins Leere laufen ließ. In diese Leere gehört er auch hin, wenn man sich seine evidente Nähe zur Lehre eines Nikolay Starikov vergegenwärtigt, die er mehr schlecht als recht zu verbergen weiß. Und: Muß man der Entedeckung noch etwas hinzufügen, wenn man bedenkt, dass seine Bücher – wie das Neueste von Starikov – (zwar noch nicht verlegt, aber) im Kopp-Verlag zu einem herabgesetzten Preis verbreitet werden? Unsere dialektische Wendefähigkeit stellt fest: Alles läuft wie geplant. Auch Dirk Müller ist erfolgreich vom Mainstream abgesondert und in die rechte „Putin-Trump-Nazi“-Ecke geschoben worden, wo er unseretwegen auch verschimmeln kann. Im Westen nicht Neues!

    3. Journalismus: Wer jetzt noch glaubt, dem Wortschwall und -geschwafel dieser beiden putinverstehenden Schattenboxer sein Ohr leihen zu müssen, sei auf die ZEIT verwiesen, die schon vor Jahren – ihrer Zeit weit voraus – wußte, worauf RT hinauslaufen würde: „Wenn Millionen aus dem Kreml hineingesteckt werden, kann nur Propaganda herauskommen.“ Oder: Es geht dabei doch nur um einen „wilden Mix aus gezielten Manipulationen, obskuren Theorien und fragwürdigen Experten“, „um ein Paralleluniversum zu erschaffen, das mit der Realität wenig gemein hat und dazu dient, die Sicht der russischen Regierung durchzusetzen oder Zweifel an anderen zu wecken.“ „Insgeamt ist es haarsträubend, was dort als Journalismus verkauft wird.“ „Es ist erschreckend, wie dort gelogen und verborgen wird.“

    Nun hört und seht mal schön zu, wenn ich Euch schon nicht davon abhalten kann! Gut geimpft hält besser! Mehr Impfstoff kann ich Euch nicht bieten. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte das dick Aufgetragene zwischen den Zeilen!

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  7. Pingback: Auf dem Weg in die Kleptokratie – Mathias Broeckers

  8. altermann

    Die Polarisierung in Deutschland geht weiter. Auf der einen Seite alle Blockparteien mit ihren willfährigen Medien, die gegen „Hass“ auf die Straße gehen (bzw. via Antifa gehen lassen), aber den eigenen Hass seltsamerweise nicht wahrnehmen. Man nehme nur eine Rede von Frank-Walter, dem Einseitigen, und man zeige mir die Stelle, wo von einem emanzipatorischen Ansatz ausgegangen wird.
    Wer keinen Spaß an der Flüchtlingspolitik oder der Islamisierung hat, wird gnadenlos niedergemacht.
    Ich bin froh, dass ich Rentner bin und mir eine eigene Meinung leisten kann. Wie oft höre ich den Satz „Du hast es gut, Du bist Rentner“. Das kannte ich früher nur vom Hörensagen von der Nazi- oder DDR-Zeit.
    Wir sind wieder so weit. Der Linksfaschismus schlägt gnadenlos zu. Wer Kinder/Enkel im schulpflichtigen Alter hat, schaut besser nicht in deren Schulbücher!

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      1. Tabul A. Raza

        Das Wort „Linksfaschismus“ verstehe ich auch nicht. Genau so wenig, wie ich das Wort „Islamisierung“ verstehe. Mir ist jedenfalls niemand bekannt, der durch irgend jemanden gezwungen worden wäre, zum Islam überzutreten. Wieso ist es eigentlich so schwer zu verstehen, daß es bei all den gegenwärtigen Konflikten nicht um Religionen geht, die aufeinander prallen, sondern um Geld und Macht und die brutalstmögliche Verfolgung eigener wirtschaftlicher Interessen – hauptsächlich durch den ach so christlichen Westen?

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      2. altermann

        Faschismus ist ja immer mit „rechts“ konnotiert. Dementsprechend gilt die „Antifa“ als links. Nur so gibt das Silone-Zitat «Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.» einen Sinn.
        Das Auftreten der Antifa vor Parteitagen der AfD kann nur mit der SA im Dritten Reich verglichen werden. Wer die Meinungsfreiheit unterdrückt ist ein Faschist und wenn der sich „links“ schimpft, dann ist das ein Linksfaschist. Ich hoffe, ich habe das logisch hergeleitet.
        Was die „Islamisierung“ betrifft, so gebe ich Herrn Raza Recht, dass (bis jetzt) niemand gezwungen wird zum Islam überzutreten. Aber Kraft Gebärfreudigkeit wird in 20 Jahren die Mehrheit in Deutschland beim Beten nach Mekka blicken und das finde ich nicht evolutionär erstrebenswert. Als Atheist finde ich diese Entwicklung mehr als bedauernswert.

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      3. Paul Schreyer Autor

        Meine Sichtweise darauf: Faschismus kann seiner Definition nach (autoritär, hierarchisch, sozialdarwinistisch) nicht links sein. Linksfaschismus ist vom Wort her ein Widerspruch in sich. Natürlich gibt es zahlreiche Menschen, die die genannten Prinzipien verinnerlicht haben und sich dennoch als „links“ bezeichnen. Das MACHT sie gleichwohl noch nicht zu Linken. Sich aber begrifflich gegen „Linksfaschisten“ zu wenden, legt nahe, es handle sich tatsächlich um Linke und nicht um Leute, die sich – unsinnigerweise – selbst als links bezeichnen. Daher mein Widerspruch an dieser Stelle.

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      4. Tabul A. Raza

        Zur Antwort von altermann bezüglich „Islamisierung“:

        Ihre prophetischen Gaben in allen Ehren, aber mir macht zur Zeit eher die Gebärfreudigkeit deutscher „Atheist*innen“ Angst, deren einziger unerschütterlicher Glaube der an ihre eigene Großartigkeit ist, verbunden mit dem entsprechenden Lebensstil und der entsprechenden Haltung gegenüber ihren Mitmenschen. Und dies, obwohl ich in einem Viertel lebe, in dem der Ausländeranteil wohl mit der Höchste von ganz Deutschland sein dürfte.

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    1. marie

      ich finde das wort „linksfaschismus“ ernsthaft problematisch, denn interpretationsmöglichkeiten gehen dabei in alle undefinierbare richtungen und befördern die sprachlichen begriffsverwirrungen eher, als dass sie zu einem klaren verständnis führen können.

      die verschlagwortung in ein binäres 0 oder 1 sollte den computern vorbehalten sein und nicht von uns menschen übernommen werden! wir sollten von uns selbst etwas mehr verlangen!

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  9. Buzzi

    Sehr geehrter Herr Dirk Müller!
    Es tut mir unendlich leid, wie Sie diffamiert werden. Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, wie Sie in der Schlußansprache sich bei Ihrem Sohn entschuldigen.
    DANKE FÜR IHRE MENSCHLICHKEIT!
    LG

    C.SCHERER

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  10. Traction 11 Bl

    Sehr geehrter Herr Müller,
    ich habe fast alle ihre Bücher gelesen und als Börsenlaie gut verstanden. Auch ihr Wissen darüber, wie die Welt funktioniert, fand ich beachtlich. Ich wünsche mir mehr solche Leute wie Sie, oder Prof. Otte. Ich wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg und Kraft um mit solchen plumpen, primitiven Diffamierungsversuchen wie dem der SZ fertig zu werden.

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