Filmprojekt: „Wahlen – Wie demokratisch ist Deutschland, wie wirkungsvoll sind Wahlen?“

Dahn

15. März 2019   —   Der freie Filmemacher Jens Magnus plant einen spannenden Dokumentarfilm und sammelt ab heute in einem Crowdfunding Geld dafür. Ich unterstütze das Projekt. Jens Magnus beschreibt den Film wie folgt:

„Immer mehr Menschen in Deutschland spüren, dass das bestehende politische System nicht die Interessen der Mehrheit vertritt. Sie wünschen sich Veränderung. Aber ihre Wünsche bekommen keine Mehrheit im Bundestag, trotz Wahlen. Es ist an der Zeit, über das geheiligte Ideal Wahlen und unsere derzeitige Regierungsform grundlegend neu nachzudenken. Wie demokratisch ist Deutschland? Wie wirkungsvoll sind Wahlen? Welche Alternativen gibt es? Und was bedarf es, um diese Alternativen umzusetzen.

Mit der Dokumentation WAHLEN – WAS WÄHLST DU UND WAS WÄHLST DU NICHT steht ab heute ein Filmprojekt auf der deutschen Crowdfunding Plattform STARTNEXT, dass sich kritisch mit dem derzeitigen Wahlsystem und der Regierungsform Deutschlands auseinandersetzt – insbesondere mit dessen Auswirkungen auf Gerechtigkeit und Gleichheit der Gesellschaft sowie auf die Bereitschaft der Bürger, sich aktiv an demokratischen Prozessen zu beteiligen.

Noch immer halten viele Menschen unser gegenwärtiges Wahlsystem und die Regierungsform Deutschlands für die bestmögliche aller Regierungsformen. Sie sind es nicht. Unsere Wahlen und politischen Entscheidungen sind weniger frei, als wir denken möchten.

Der Film umfasst Interviews mit anerkannten Journalisten, Wissenschaftlern, Autoren, Akademikern, Intellektuellen und Aktivisten. Sie tragen Gedanken, Fakten und Argumente zusammen, die die Mängel des bestehenden politischen Systems und die Grenzen der heutigen Mitbestimmung verdeutlichen. Sie laden aber auch ein, außerhalb der bestehenden Strukturen zu denken und neu zu gestalten, an was wir uns als Gesellschaft orientieren wollen. Der Film zeichnet ein klares Bild, wie demokratische Mechanismen anders aussehen können und zeigt, dass es umsetzbare Alternativen zum bestehenden politischen System gibt.“

Die Produktion des Films kann bis 16. April 2019 auf www.startnext.com/wahlen unterstützt werden.

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14 Gedanken zu „Filmprojekt: „Wahlen – Wie demokratisch ist Deutschland, wie wirkungsvoll sind Wahlen?“

  1. Mensch nach staatlich deutschem Recht

    Wer daran glaubt, daß Wahlen in einem nichtstaatlichen System etwas verändern, noch dazu wenn sie seit Jahrzehnten ungültig sind, der glaubt auch daran, daß der Osterhase die Eier versteckt und der Klapperstorch die Neugeborenen bringt! Wer das System NUR verändern will, der hat auf das falsche Pferd gesetzt, DAS SYSTEM muß weg – und durch ein neues, staatliches ersetzt werden.

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  2. marie

    zitat: „Der Film umfasst Interviews mit anerkannten Journalisten, Wissenschaftlern, Autoren, Akademikern, Intellektuellen und Aktivisten.“

    frage: „anerkannt“ durch wen? berührungsängste zu nichtakademikern? oder akademischen obdachlosen aus osteuropa?

    sorry … die auswahl der protagonisten ist „irgendwie“ zu elitär für mich … wer stützt denn heute noch solche assoziationen???? ich find das nicht klug … doch das soll es ja wohl sein …

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    1. Paul Schreyer Autor

      Ich finde es ehrlich gesagt schade, wenn hier das Haar in der Suppe gesucht wird. Hier ist ein engagierter Filmemacher, der viel Herzblut und Energie – bislang unbezahlt – in seine Idee gesteckt hat, eine Idee, die mit Aufklärung zu tun hat. Ich meine, das ist Unterstützung wert. Natürlich kann man alles immer noch anders und besser machen. Aber hier MACHT zumindest mal jemand etwas.

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      1. marie

        ich finde auch die suche nach dem haar in jeder suppe piefig – aber sorry, wenn eine suppe gekocht wird und mir zum essen serviert wird, dass esse ich sie nicht einfach aus lauter dankbarkeit für diese „kochkunst“, obwohl ich – aus welchem grund auch immer – keinen appetit drauf habe … also aus „höflichkeit“ verbiege ich mich auch nicht, wenn ehrlichkeit nicht gefragt ist und vor meinem geschmack kein respekt besteht.

        lieber paul schreyer – ob sie es glauben oder nicht, ich schätze und respektiere ihre arbeit sehr – doch DESWEGEN werde ich nicht in lobhudelei verfallen – und ja: es gibt solide sachen, die besser als „NICHTS“ sind … ich habe jedenfalls nach dem ende der ddr die „mangelgesellschaft“ zu schätzen gelernt und die psychologisch-ökonomisch gesteuerte überflußgesellschaft – besonders im rahmen der kunst – lehne ich ab … aber nur ich persönlich, dies schrieb ich ganz persönlich

        ps. sie können auch gern geld für mich sammeln, weil ich vieles NICHT MACHEN KANN, weil es einzig DARAN bei mir fehlt … jedoch habe ich in meinen alter beschlossen, diesen weg (noch??) NICHT zu gehen, sondern als psychosoziales selbstexperiment OHNE geld zu leben – d.h. auf der basis der sogenannten „mindestbedarfsgrenze“ … ich kann nur MICH „vermarkten“, in dem ich hier z.b. zeit und gedanken investiere … wenn sie das nicht schätzen können und andere erwartungen an ihre leser/kommentatoren/kunden haben, so kann ich dies natürlich auch respektieren – übrigens dachte ich, sie schätzen inhaltliche akribie und tiefe … wobei haare in der suppe da ja nicht zu gehören, sondern in der sache selbst eine offensichtlichkeit darstellen. dabei spielt es keine rolle, ob ich den filmemacher kenne oder nicht – zumindest daniela dahn kenne und schätze ich schon seit jahrzehnten: eine tolle gradlinigkeit in ihrer persönlichkeit

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      2. Mensch nach staatlich deutscehm Recht

        Das Problem ist nicht das Haar in der Suppe! Die deutsche Sprache ist nun einmal eine sehr korrekte und genaue Sprache! Und wer in diesem System (nur in veränderter Form) weiterwurschteln will, dem ist – Entschuldigung – nicht zu helfen! Das ist genau wie in der Schulmedizin, da werden auch nur die Symptome und die eigentlichen Ursachen bekämpft!!! Der Mensch (ach nei, im System ist es ja die Person, der Sklave) also die Person sollte so gesund sein, daß sie noch ordentlich im Hamsterrad arbeiten kann, aber so krank, daß sie regelmäßig ihre Medikamente benöigt! Ich bekam im März 2016 die Diagnose Knochenmarkkrebs, ein Jahr später wollte man mit einer Chemotherapie beginnen, was ich bis heute ablehne!!! Ich lehne die Vergiftung meines Körpers ab! Worauf man mir Ende März 2017 ohne Chemo eine maximale Lebenserwartung von noch einem Jahr gab! Jeder der rechnen kann weiß, daß ich seit Ende März 2018 nicht mehr leben dürfte. Gut, diesen Kommentar hat mein Geist aus dem Jenseits geschrieben. Ich LACH mich eher Tod!!

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      3. Mensch nach staatlich deutschem Recht

        Wenn der Film auch nur „Haare in der Suppe“ solche Ungenauigkeiten enthält, dann nehmen sie ihn und werfen ihn eine Abfalltonne und möglichst gleich anderen Abfall obendrauf. Eindeutige Aussagen sind wichtig! Ist genauso, wie mit den nicht elektronisch erstellten, nicht unterschriebenen (aber angeblich rechtsgültigen) Schreiben! Die wurden doch nur elektronisch erstellt, aber ausgedruckt und auf Papier meist auf dem CITYPOSTweg verschickt! Was auf Papier ausgedruckt wird, kann auch unterschrieben werden! Es will nur niemand Verantwortung übernehmen, indem er (oder sie) mit dem er/sie mit der Unterschrift dafür gerade steht, wenn es ernst wird!

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      4. marie

        nachtrag: ich bekomme einfach bauchschmerzen, wenn ich daran denke, dass eine „alternative elite“ GENAUSO an einem neuen elfenbeinturm baut und sich abschottet gegen die „verlierer“ und wiederholt so gern unter sich bleibt!

        vielleicht erwarte ich ja zuviel – doch ja, ZUMINDEST DAS erwarte ich ganz klar!!!

        vielleicht ist es auch nur ein typisch deutsches problem?

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  3. Hans Dietrich

    Sicherlich hat Herr Magnus Recht, wenn er schreibt: „Immer mehr Menschen in Deutschland spüren, dass das bestehende politische System nicht die Interessen der Mehrheit vertritt. Sie wünschen sich Veränderung. Aber ihre Wünsche bekommen keine Mehrheit im Bundestag, trotz Wahlen. Es ist an der Zeit, über das geheiligte Ideal Wahlen und unsere derzeitige Regierungsform grundlegend neu nachzudenken. Wie demokratisch ist Deutschland? Wie wirkungsvoll sind Wahlen? Welche Alternativen gibt es? Und was bedarf es, um diese Alternativen umzusetzen.“

    Für mich stellt sich dabei die Frage: Hat Herr Magnus eigentlich mal mit dem Verein „Mehr Demokratie“ Verbindung aufgenommen? Ich habe darüber nichts erfahren können. Seit vielen Jahren bemüht sich „Mehr Demokratie“ darum, dass bundesweite Volksentscheide im Grundgesetz verankert werden. Eine entsprechende Aufforderung des Vereins an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben selbst Herr Müntefering als damaliger SPD-Parteivorsitzender und Herr Steinmeier als damaliger SPD-Kanzlerkandidat in der Wahlkampfzeit 2009 unterschrieben. Das hatte ich auch schon einmal bei „Weshalb direkte Demokratie nicht im Grundgesetz steht“ angemerkt (https://paulschreyer.wordpress.com/2018/06/18/weshalb-direkte-demokratie-nicht-im-grundgesetz-steht/#comment-1572). Sie, Herr Schreyer, hatten zuvor in Ihrem Artikel auf die Aussage von Herrn Steinmeier in der Uni Freiburg im vergangenen Jahr hingewiesen, als der sich wegen der angeblich anderen „politischen DNA“ im Vergleich zur Schweiz gegen bundesweite Volksabstimmungen aussprach (https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/volksabstimmungen-bundespraesident-steinmeier-gegen-direkte-demokratie-auf-bundesebene/21217488.html?ticket=ST-4042151-5e32MdMG1yjBIECO9Uib-ap4).

    Und genau in diesem Verhalten, wie es der oberste Repräsentant der Bundesrepublik beispielhaft für leider zu viele andere Politiker vorexerzierte, sehe ich das augenblicklich größte Problem, was die Mehrheit der Bevölkerung beschäftigt. Es ist die mangelnde Glaubwürdigkeit. Ohne sie wird man kaum Vertrauen erwarten können. Das sollte eigentlich auch ein Bundespräsident wissen. Und wenn er seine Unterschrift !!! von 2009 ernst nähme, dann würde er im Mai bei den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes nicht nur ein paar geschliffene Worte finden, sondern sich für bundesweite Volksentscheide einsetzen.

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    1. Mensch nach staatliche deutschen Recht

      „Aber ihre Wünsche bekommen keine Mehrheit im Bundestag, …“
      Ja das wußte ich schon lange, daß man auf Wünsche lange, lange warten kann! Da muß man eben mal den Arsch von Sofa oder aus dem so bequemen Sessel erheben, vorher vielleicht noch die Füße vom Tisch und muß etwas unternehmen! Selbst tätig werden! Wünsche erfüllen sich nicht wie 1989 ab einem gewissen Zeitpunkt im Selbstlauf. War auch lang genug vorher geplant – die „Wende“!

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    2. marie

      das referendum zum brexit ist ja ein praktischer volksentscheid! das ergebnis ist ganzganzknapp 50:50 ausgefallen, doch wenn er ernst genommen werden soll, dann entscheidet auch eine einzelne stimme mehrheit über das ergebnis und das muß mit allen konsequenzen klar sein.

      wenn ich jetzt mal den neusten stand der „umsetzung“ in betracht ziehe, so steht ganz klar im raum, dass es durch die murdoch-presse jede menge falsch- und fehlinformationen gab, auf dessen grundlage die bürger dann (unter täuschungen über die wahrheit) abgestimmt haben.

      jedoch genauso wie die politiker sich nicht in verantwortung für ihre versprechen nehmen lassen – wird dies von den einfachen menschen verlangt – d.h. ihr recht auf verbindliche und umfassende informationen ist nicht gegeben … genau das wäre jedoch die bedingung für einen wirklichen volksentscheid im wortsinne.

      dies hängt sehr eng miteinander zusammen und betrifft die bevölkerung der ganzen welt – genauso wie das demokratie-defizit und die verantwortungsvolle wahrnehmung der 4. gewalt bzw. auch deren kontrolle durch die bürger >>> alles zusammen ein großes thema!!!!!!!

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      1. Mensch nach staatlich deitschem Recht

        Wenn ich aus der EU raus will, dann will ich raus, egal was sich daraus für tatsächliche Folgen ergeben! Ob die nun hochgradig als negativ bezeichnet werden oder nicht. Schlimmer wird es nicht werden OHNE EU obendrüber. Die Händler in der EU und in GB werden weiterhin ihre Geschäfte machen, warum auch nicht!

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  4. Hans Dietrich

    Ergänzung zum Glaubwürdigkeitsproblem:

    Wie demokratisch und glaubwürdig Deutschland wirklich ist, das kann man schon an der mangelnden staatlichen Umsetzung des Grundgesetzes ermessen. So haben wir z.B. seit Inkrafttreten des Grundgesetzes – seit also nun fast genau 70 Jahren – noch immer nicht die im Grundgesetz verankerte Unabhängigkeit der Justiz – speziell hier der Richter Art. 97, GG (https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_97.html).

    Wer allerdings auf die fehlende Unabhängigkeit der Justiz in diesem Staat aufmerksam macht, dem wird schnell der Begriff „Verschwörungstheorie“ entgegengehalten. So erging es mir zumindest 2017 in einem Gespräch hier in Gütersloh mit dem jetzigen Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion, Herrn Brinkhaus. Nach meinem Hinweis auf den lesenswerten Aufsatz „Die Abhängigkeit unserer Justiz“ des Richters Norbert Schlepp (http://www.dominik-storr.de/00-downloads/2008-zfdd-1-unabhaengige-justiz.pdf) ruderte Herr Brinkhaus allerdings schnell zurück.

    Und wie ist es eigentlich um den Artikel 146, GG (https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_146.html) bestellt? Hat der Bestand auch mit der angeblich anderen „politischen DNA“ im Vergleich zur Schweiz zu tun?

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  5. Hans Dietrich

    Bisher konnte ich noch nichts darüber erfahren, ob das Projekt trotz Nichterreichens der angestrebten Crowdfunding-Summe, weitergeführt wird. Ich fände es jedenfalls, wie schon in meinem Kommentar vom 17.März angedeutet, sinnvoll, mit den nicht näher erläuterten Ideen der Dokumentation den Verein „Mehr Demokratie“ zu kontaktieren – falls nicht schon geschehen.

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