9/11: Studie deutet auf Sprengung des dritten Turms

Cheney 911a

11. September 2019   —   Forscher der Universität Alaska Fairbanks haben den Zusammenbruch von World Trade Center 7 untersucht und schließen Feuer als Einsturzursache aus.

In dem vergangene Woche veröffentlichten Abschlussbericht ihrer vier Jahre dauernden Untersuchung erklären die promovierten Bauingenieure Leroy Hulsey, Zhili Quan und Feng Xiao, der Einsturz von World Trade Center 7 am 11. September 2001 sei aufgrund eines „nahezu gleichzeitigen Versagens jeder Säule des Gebäudes“ erfolgt und „nicht durch Feuer“. Sie stützen sich dabei auf eine neue Computersimulation, die die thermische Wirkung auf die Stahlkonstruktion im Detail nachbildet. Der 126-seitige Bericht wurde am 3. September an der Universität Alaska Fairbanks (UAF) öffentlich vorgestellt. Die großen Medien berichten bislang nicht.

Die Ergebnisse stehen im Widerspruch zur offiziellen Untersuchung der Regierungsbehörde NIST (National Institute of Standards and Technology) aus dem Jahr 2008, in der, ebenfalls auf Grundlage einer Computersimulation, erklärt worden war, der 186 Meter hohe Wolkenkratzer sei durch Bürobrände in sich zusammen gefallen, indem Stahlträger sich durch Feuer verformt hätten, wodurch die einzelnen Etagen nacheinander eingestürzt wären. ZDF und BBC hatten damals in einer aufwändig gemeinsam produzierten Dokumentation zu WTC 7 resümiert: „Offiziell ist das letzte große Rätsel des 11. September nun gelöst.“

Ein Problem mit dieser Erklärung war stets, dass die dokumentierten Filmaufnahmen des Ereignisses (der Zusammenbruch von WTC 7 wurde von mehr als einem halben Dutzend verschiedenen Kameras und Blickwinkeln festgehalten) ganz anders aussehen als die NIST-Simulation, in der das Gebäude sich asymmetrisch verbiegt, starke Deformationen der Außenhülle aufweist und keineswegs gerade und senkrecht nach unten fällt.

Ein weiteres Problem bestand darin, dass der Turm sich während seines Zusammenbruchs für eine Phase von zwei Sekunden vollständig im freien Fall bewegte. Die Behörde räumte dieses Phänomen zwar nach anfänglicher Leugnung ein, konnte es jedoch nie erklären.

Der neuen Studie zufolge weist die NIST-Untersuchung gravierende methodische Mängel auf. So hat NIST bestehende Bolzen und Verstärkungen der Stahlkonstruktion in seiner Simulation weggelassen (UAF-Studie S. 74-86). Erst durch diese Verfälschung der tatsächlichen Konstruktionsdaten habe die Behörde das letztliche Untersuchungsergebnis erzielen können. Zur Erinnerung: ZDF und BBC hatten zur NIST-Untersuchung damals behauptet: „Jedes Detail, buchstäblich jede Schraube des Gebäudes wurde erfasst.“ Das war, wie sich nun herausstellt, gelogen.

Dass die Bolzen existierten, war bereits 2010 in Gutachten der amerikanischen Ingenieurfirmen Arup und Nordenson nachgewiesen worden (UAF-Studie S. 63), damals im Rahmen einer juristischen Auseinandersetzung zwischen einem New Yorker Energieversorger und dem Betreiber von WTC 7. Eine technische Anlage der Firma unterhalb des Turms war durch den Zusammenbruch zerstört worden, weshalb das geschädigte Unternehmen gemeinsam mit einer Versicherung geklagt hatte.

Hulsey und seine Kollegen weisen darauf hin, dass bereits die technischen Gutachten, die im Rahmen dieses Gerichtsverfahrens von Klägern und Beklagten beauftragt wurden, an zahlreichen Stellen wesentliche Behauptungen des NIST-Reports widerlegen.

Fehlende Transparenz des Regierungsberichtes

Der Leiter der NIST-Untersuchung, Dr. Shyam Sunder, ließ eine Nachfrage von Telepolis nach seiner Einschätzung zur neuen Studie unbeantwortet. Der NIST-Report krankt generell an fehlender Transparenz. Eine Veröffentlichung der Rohdaten, auf die die Regierungsbehörde ihre Computersimulation stützte, wurde 2009 verweigert. Zur Begründung hieß es damals, eine Offenlegung der Daten könne „die öffentliche Sicherheit gefährden“. Dadurch wurde eine regierungsunabhängige wissenschaftliche Überprüfung erschwert.

Die Forscher der Universität Alaska haben eine solche Überprüfung nun dennoch vorgenommen und kommen zum Ergebnis, dass selbst bei Übernahme der fehlerhaften Voraussetzungen von NIST (fehlende Bolzen und weggelassene Verstärkungen der Konstruktion) in der Simulation keineswegs ein progressiver Zusammenbruch zu beobachten ist – also kein fortschreitender Kollaps von Etage zu Etage, wie NIST ihn annimmt.

Eine weitere Erkenntnis der neuen Studie betrifft den Einsturz des östlichen Penthouses auf dem Dach des 47 Etagen hohen Gebäudes. Dieser Teileinsturz ging dem Fallen des gesamten Turms um etwa 5 Sekunden voraus, wie auf den Videos deutlich sichtbar ist. Das Universitätsteam um Hulsey zeigt nun, dass sich dieser separate Einsturz nicht mit dem Zusammenbruch einer Säule in der 13. Etage erklären lässt, wie NIST es tut. In der Computersimulation erreichten die Forscher nur dann das im Video zu beobachtende Ergebnis, wenn sie Säulen viel weiter höher, in der 45. Etage, entfernten. Dort aber gab es am 11. September 2001 keine Feuer. Das heißt, schon der Zusammenbruch des Penthouses, der dem Gesamtkollaps vorausging, lässt sich mit Feuer nicht erklären. Was das Gebäude insgesamt angeht, fanden die Forscher am Computer nach vielen Versuchen nur eine mögliche Variante, die dem tatsächlich beobachteten Zusammenbruch des Turms gleichkam:

„Das gleichzeitige Versagen aller Säulen im Inneren des Gebäudes über einen Bereich von 8 Etagen, gefolgt von einem 1,3 Sekunden späteren gleichzeitigen Versagen aller Außensäulen im gleichen Bereich erzeugt beinahe exakt das Verhalten, das die Videos des Zusammenbruchs zeigen.“

Der Kollaps, so die Autoren, habe in der 16. Etage oder darunter begonnen. Unter Berücksichtigung dieser Annahme blieben die Ergebnisse gleich, unabhängig davon, welche Etage man als Startpunkt festlegt.

Die Studie, die mit mehr als 300.000 Dollar vom Verein „Architects and Engineers for 9/11 Truth“ finanziert wurde – einem Verband von über 3000 Architekten und Ingenieuren, die sich für eine Neuuntersuchung von 9/11 einsetzen -, vermeidet Schuldzuweisungen und politische Spekulationen. Auch das Wort „Sprengung“ kommt im Bericht nicht vor. Doch ist eine andere Erklärung für das gleichzeitige Versagen aller Säulen kaum denkbar.

Die der Untersuchung zugrunde liegenden Rohdaten sollen bis Ende September auf der Projektwebseite der Universität Alaska veröffentlicht werden. Bis zum 1. November werden darüber hinaus fachliche Einschätzungen zur Studie gesammelt, die in einen Ende des Jahres zu veröffentlichenden finalen Abschlussbericht einfließen sollen.

(Dieser Artikel wurde im Online-Magazin Telepolis veröffentlicht.)

(Bild: Vizepräsident Dick Cheney am 11. September 2001 im Bunker des Weißen Hauses, Foto: David Bohrer / National Archives)

13 Gedanken zu „9/11: Studie deutet auf Sprengung des dritten Turms

  1. gunst01

    Die Videobilder zeigen doch klar und deutlich, dass es keine Flugzeuge gab und alle 3 Gebäude gesprengt wurden. Diese besondere Form des Rückbaus musste bereits im Bauantrag für das WTC nachgewiesen werden.

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      1. gunst01

        Ein wenig mehr an Einsicht hätte ich in Ihrem Fall erwartet, aber die Welt ist eben doch symmetrisch. Die sogenannten Laien-Wahrheitsucher und die Regierungen haben ihre Meinung nun zementiert.

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      2. Paul Schreyer Autor

        Ich habe mir die Argumente für die Theorie, es habe gar keine Flugzeuganschläge gegeben, angeschaut – und auch die Gegenargumente. Der Link oben verweist darauf. Die Theorie erscheint mir angesichts dessen nicht überzeugend. Ich gehe sogar davon aus, dass diese Theorie in die Welt gesetzt wurde, um die 9/11-Skeptiker-Bewegung leichter als unseriöse Spinnerei diskreditieren zu können.

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      3. gunst01

        Jeder Krieg in der jüngeren Geschichte begann mit einem Betrug, der eben jedes mal anders ausgeführt wurde. Betrachtet man sich einen der Filme mit den Flugzeugen, die angeblich auf in Twintowers flogen, so sieht man im Einzelbild ein zerstörungsfreies Eindringen in die Konstruktion. Der unkundige Laie mag dies glauben, da er ja die Fassade für eine Glasfassade hielt. Weit gefehlt, denn die Twintowers hatten eine Außenhaut aus Kastenstützen mit jeweils 80cm Tiefe und ca.120cm Abstand. Sie hatten in dieser Höhe noch eine Stahlwandung von 16mm, also insgesamt 32mm Stahl Jedes Flugzeug wäre durch diese Stahlbarriere schon während des Aufpralls zerrissen worden. Wer heute noch diesen Schmäh mit den Flugzeugen glaubt, dem kann aber wirklich nicht mehr geholfen werden.

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      4. Paul Schreyer Autor

        Dieses häufig vorgebrachte Argument unterstellt, Stahlträger wären undurchdringlich, und zwar vollkommen egal, mit WELCHER GESCHWINDIGKEIT ein Objekt auftrifft. Das Prinzip ist ähnlich wie bei Schusswaffen: Selbstverständlich macht es einen qualitativen Unterschied, ob ein Geschoss mit 5 km/h, 50 km/h oder 500 km/h auf einen Widerstand trifft. Es gibt keine definierte Stahlstärke, etwa 16 mm, die prinzipiell undurchdringlich wäre. Die Widerstandsfähigkeit ist – natürlich – direkt abhängig von der Geschwindigkeit des „Geschosses“ und von dessen Masse. Eine Boeing 767 wiegt leer etwa 80 Tonnen. Diese 80 Tonnen trafen am 11. September mit mehr als 800 km/h auf die Stahlträger der Twin Towers.

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      5. gunst01

        Man sollte sich bei dieser Geschichte schon mal mit der meist ungeliebten Physik befassen. Um dieses Schadensbild präzise durchtrennter Stahlträger zu erzeugen, hätte es eine kinetische Energie ähnlich der Wasserstrahltechnik benötigt. Hier prallen Wassermoleküle mit 1000 m/s auf Stahl. Die Flugzeuge flogen gerade mal mit 1/8 der dafür notwendigen Geschwindigkeit. Noch etwas zur vermuteten Geschwindigkeit: Eine Boeing 747 kann in dieser Höhe gar nicht mit 800 km/h geflogen werden, sondern nur mit etwas weniger als der Hälfte der Geschwindigkeit.

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      6. Thomas

        Bzgl. Fliegerlein(s) ja oder nein möchte ich gerne auch noch meinen Senf absondern. Liebe/r Herr od. Frau gunst01: welche Rolle spielt das jetzt genau schon wieder? Nain!-Ilewen war ein faschistischer Putsch, ein Staatsstreich, der Reichstagsbrand 2.0. Und wie bei letzterem wurde dann – im Falle von 9/11 wegen der Anthrax-Briefe – das Parlament geschlossen … auch andere Parallelen sind erkennbar.

        Die ganzen Psy-Ops nach diesem neuen Pearl Harbor (übrigens: der gleichnamige Film von Michael Bay kam im Mai 2001 ins Kino …) waren mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit schon vorher geplant, bzw. ein integraler Teil der Gesamtplanung. Da waren bestimmt auch Psychologen, Verhaltensforscher, PR-Fritzen usw. involviert. M.E. ist auch der ganze Flacherden-Quatsch eine Spindoktor-Geschichte; wie passend, wenn man kritische Menschen alle hübsch in den gleichen Topf von Spinnern schmeissen kann. Zum Amüsement habe ich mir einige der Videos zum „Thema“ (eher: Irrsinn) Flacherde angetan; die sind z.T. richtig gut gemacht, mit tollen Animationen und so, wow! Fast hätte ich den Müll geglaubt, so überzeugend kommt der Spass z.T. rüber. Ne Quatsch. Aber ja, z.T. sehr professionell gemacht … und wer genau hat schon wieder „unlimited manpower and funds“? Wie dem auch sei.

        9/11 war auch ein richtig guter Zaubertrick: aus drei Türmen mach zwei. Wenn man ein 180+ Meter-Gebäude vor mind. der Hälfte der Menschheit nach einem solchen Ereignis zu verstecken vermag, über bald zwei Jahrzehnte hinweg, dann muss ich zugeben: Respekt! Gutes Buch zum Thema: The MagiCIAn, von Ben Robinson. Und auch die mini-Serie „Wormwood“ von 2017 ist sehr zu empfehlen.

        Wie wohl die False-Flag mit Chinesen als Attentätern aussehen wird? Idee: böse chinesische Terroristen entführen in ganz Amerika und der EU unschuldige, zuckersüsse Hundewelpen, um sie dann in Bekennervideos lebendig zu grillen und zu verspeisen. Da die Welpen ja in einem Nato-Land geboren wurden, müsste dann sofort – zum zweiten Mal – der Bündnisfalll ausgerufen werden. Ist aber nur so’ne Idee …

        Kurzum: wir werden nie in die Gänge kommen, wenn wir unsere Zeit mit sinnlosen Disputen verschwenden … merke: Chemtrails z.B. sind nur dann ein Problem, wenn weisse Unterwäsche getragen wird. Voilà, beste Grüsse allerseits!

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    1. Trebon

      Wenn das ein Fake war, dann hätten sie die Bilder halt entsprechend der Physik (bzw. ihrer Physik) angepasst.

      In meiner physikalischen Welt ist Flugzeugbaualuminium ein extrem zäher Werkstoff. Ein Meter lange Bleche, 5mm stark, bekommen sie auf einer mechanischen Abkantbank kaum gebogen. Wenn so ein Material mit einer 3 stelligen Geschwindigkeit auf Stahlträger trifft, wird es vermutlich aufgerissen und vom Rest, der durch die Lücken zwischen den Trägern fliegt, mitgezogen.

      Die Logik hinter den angeblichen Motiven erschließt sich mir auch nicht. Leere Behauptungen reichten, den Irak zu überfallen, in Syrien ein paar gefakte Chemiefässer. Anderswo nie stattgefundene Angriffe auf ein Patrouillenboot oder ein inszenierter Überfall auf einen Sendemast. Warum für den Afghanistanüberfall dann ein komplettes Bürohausensemble gesprengt werden muss, wissen wohl nur Leser von „alternativen Medien“. Dann noch von einem „dritten Turm“ zu schreiben, meinen Kommentar zu so etwas möchte ich ihnen ersparen. Ihre Narrative sind imo in nichts besser als die der Relotiusmedien, ihre Physikkenntnisse scheinen denen auch in nichts nachzustehen.

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  2. Thomas

    Danke Herr Schreyer. D. Ganser hat heute am Jahrestag von Nain!-Ilewen an einem Kongress in Zürich gerade darüber gesprochen, insbesondere davon, wer und wo diese (eigtl.) „breaking news“ überall veröffentlicht wurden. Nirgends … bzw. schon, aber einfach unsichtbar (ZeroHedge, Global Research, OffGuardian). Sie, Herr Schreyer, sind jetzt Teil eines an einer Hand abzählbaren erlauchten Kreises, Gratulation und weiter so!

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  3. Martin W.

    Hallo Herr Schreyer,
    ich schätze Ihre klugen Artikel wirklich sehr, aber zu Ihrem Kommentar hier als Replik auf einen Leser schlage ich vor, Sie kontaktieren Dr. Ansgar Schneider und lassen sich ein wenig in die Physik einführen. Aus einem ingenieurmäßigen Bereich kommend, halte ich Ihre Argumente hier für nicht haltbar. Die 80t eines Passagierjets verteilen sich auf ein beachtliches Volumen, sind also nicht ernsthaft mit einem maximal kompakten Schusswaffenprojektil vergleichbar. Anders herum nehmen Flugzeuge nicht selten Schaden, wenn ein unglücklicher Vogel die Flugbahn kreuzt, die Aluminiumhülle zerbricht. Wie können Sie da ernsthaft annehmen, dass ein Jet dutzende mächtiger Stahlsäulen mal eben so durchschneiden, Geschwindigkeit hin oder her. Für die schweren, kompakten Triebwerke mag man zu einem anderen Ergebnis kommen, das bedarf wohl eher einer Berechnung als nur einer Abschätzung.

    Dass die Stahlstützen grundsätzlich undurchdringlich seien, hat wohl niemand so pauschal behauptet.

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    1. Paul Schreyer Autor

      „Wie können Sie da ernsthaft annehmen, dass ein Jet dutzende mächtiger Stahlsäulen mal eben so durchschneiden, Geschwindigkeit hin oder her.“

      Dies tue ich aus folgenden Gründen: https://paulschreyer.wordpress.com/2018/12/18/9-11-bald-vor-gericht/#comment-2650 Sie sehen, dass das hier diskutierte Argument nur eines von vielen ist, von denen jedes EINZELNE hinreichend dafür ist, die No-Plane-Theorie für unsinnig zu halten.

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