Archiv des Autors: Paul Schreyer

Fall Skripal: Westliche Regierungen machen sich kollektiv lächerlich

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16. März 2018   —  Die Aufregung um den Mordanschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal nimmt zunehmend absurde Züge an. Weiterlesen

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Davos 2018: Wie sich der Medienmainstream gegen Kritik immunisiert

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Vorbemerkung: Dieser Text erschien heute als Gastbeitrag von mir auf dem Blog von Prof. Michael Meyen vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Uni München. Aufmerksame Leser werden bemerken, dass sich einige Passagen des Artikels bereits in meinem Text „Davos und die herrschende Leere“ vom Januar finden. Der Gedankengang ist nun erweitert und neu formuliert. Herzlichen Dank an Prof. Meyen für die Einladung, diesen Gastbeitrag beizusteuern. Ich kann seinen Blog allen empfehlen, die an der Debatte zur Rolle und Glaubwürdigkeit der Medien interessiert sind. Er gehört zu den Gründern des 2017 entstandenen „Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft“, das Herrschaftskritik und Machtanalyse wieder verstärkt zum Gegenstand universitärer Forschung machen möchte.

14. Februar 2018   —   Der Kampf um die Deutungshoheit zwischen Leitmedien und Alternativkanälen wird am sichtbarsten beim Schlagabtausch zwischen dem russischen Sender RT und seinen westlichen Gegenparts. Das Programm von RT ist zweifellos ein Angriff auf die gängige Weltsicht, wie man sie bei der ARD, der BBC oder in der New York Times findet. Optisch und rhetorisch agiert man dabei längst auf Augenhöhe. Viele Sendungen der Russen werden von Amerikanern moderiert und haben den gleichen Sound und Look wie die westlichen Nachrichten. Weiterlesen

Filmtipp: Downsizing

Downsizing

7. Februar 2018   —   Es kommt nicht besonders oft vor, dass eine Multimillionen-Dollar-Hollywood-Produktion ein anspruchsvolles Drehbuch besitzt, das zu einer vielschichtigen Parabel auf unsere Zeit verarbeitet wird. Regisseur Alexander Payne ist das (erneut) gelungen. Nach „About Schmidt“ und „The Descendants“ legt er mit „Downsizing“ eine Science-Fiction-Satire vor, die weitaus ernster und feinsinniger ist, als es der eher dumpfe, sensationsheischende Trailer erwarten lässt. Aus der Grundidee – Menschen können sich durch eine neue Erfindung auf 10 cm Größe verkleinern lassen und fortan in abgeschotteten Ministaaten trotz wenig Geld in materiellem Luxus leben – formt Payne ein Gemälde unserer höchst realen Welt, in der die Existenz sozialer Klassen zwar gern kaschiert wird, dabei aber die Grundlage von allem ist. Weiterlesen

„Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“

1. Februar 2018   —   Vor fast 30 Jahren veröffentlichte der Sozialwissenschaftler Götz Eisenberg den folgenden Essay, damals in der Zeitschrift „Psychosozial“, die 1978 vom Psychoanalytiker und Vorreiter der Friedensbewegung Horst-Eberhard Richter gegründet worden war. Der Text erschien Ende letzten Jahres erneut in Konstantin Weckers Nachrichtenportal „Hinter den Schlagzeilen“, wo ich ihn entdeckte. Ich danke dem verantwortlichen Redakteur Roland Rottenfußer sowie Götz Eisenberg sehr herzlich für die Erlaubnis zur Veröffentlichung auf meinem Blog. In der ursprünglichen (und längeren) Version von 1990 war dem Text folgendes Zitat von Friedrich Nietzsche vorangestellt: Weiterlesen