Archiv des Autors: paulschreyer

Crowdfunding für umatter.news startet

16. Februar 2017   —   In diesen Tagen beginnt das Crowdfunding für ein neues Journalismus-Portal, an dem ich als Autor beteiligt bin. Umatter.news möchte strukturell unabhängigen Journalismus ermöglichen, ohne Einfluss von Werbung, Lobbys etc. Dazu ist das Portal auf eine direkte Finanzierung durch die Leser angewiesen. Das Besondere: In Zeiten von immer stärker zensierten und abgeschalteten Leserkommentaren will umatter die Gegenrichtung einschlagen: mehr Einbindung der Leser, mehr und transparentere Möglichkeiten zur Diskussion und zum Meinungsaustausch. Es soll um die Leser und deren Debatten gehen, nicht um das Verbreiten elitärer und mehr oder weniger verdeckt interessengesteuerter Sichtweisen.

Zu den Autoren gehören eine ganze Reihe von Kollegen, deren Arbeit ich seit Jahren kenne und schätze. Gemeinsam möchten wir in unseren Artikeln den Fokus auf Perspektiven legen, die im Mainstream gerne unter den Tisch fallen. Das Portal sieht sich dabei nicht als Konkurrent zu bestehenden alternativen Medien, sondern als weiterer Kooperationspartner.

Wenn Sie als Leser sich vorstellen können, so ein Projekt zu unterstützen, dann besteht hier die Möglichkeit dazu. Falls bis 31. März genügend Geld zusammen gekommen sein sollte, kann das Portal starten. In den kommenden Tagen und Wochen erscheinen auf umatter.news zunächst einige Probeartikel, die exklusiv für umatter verfasst wurden und die einen ersten Eindruck des geplanten redaktionellen Spektrums geben sollen.

Projekt auf Startnext unterstützen (Das Crowdfunding dort startet am 20.2.)

Einige Fragen zum Anschlag in Berlin

22. Dezember 2016   —   Mehr als 24 Stunden nach dem an Menschenverachtung und Brutalität kaum zu überbietenden Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt wurde bekannt, dass der mutmaßliche Terrorist im Tat-LKW seine Brieftasche „verloren“ haben soll, was seine Identifizierung ermöglichte. Ein seltsamer „Zufall“. Auch zum geopolitischen Umfeld der Anschläge stellen sich Fragen. Weiterlesen

Die „Fake News“-Hysterie und der neue „vormundschaftliche Staat“

30. November 2016   —   Einer der in den westlichen Medien meistgelesenen und meistdiskutierten Artikel der vergangenen Woche berichtete von einem besonders perfiden Erfolg russischer Propaganda: Moskau habe die amerikanischen Onlinemedien während des Präsidentschaftswahlkampfes mit „Fake News“ geflutet, also mit falschen und manipulierten Nachrichten. Ziel sei eine Stärkung von Donald Trump und eine Schwächung der amerikanischen Demokratie gewesen. Eine wissenschaftliche Studie habe diese russische Propaganda-Kampagne nun belegt – so berichtete es jedenfalls die Washington Post. Und viele, sehr viele Journalisten übernahmen diese Darstellung. Der stellvertretende ZDF-Chefredakteur Elmar Theveßen verbreitete den Text auf Twitter. Das Problem dabei: Der Artikel und die ihm zugrunde liegende Studie sind so unsauber und fragwürdig, dass sie selbst schon die Kriterien für „Fake News“ erfüllen. Weiterlesen