Archiv der Kategorie: Buchrezensionen

Systemkrise und Propaganda „von idiotischer Besessenheit“

Teusch Krieg vor dem Krieg2. April 2019   —   Über Ulrich Teuschs neues Buch „Der Krieg vor dem Krieg“

Geht es um Medien und politische Manipulationen darin, dann kippen Diskussionen immer wieder, fast automatisch, ins Hysterische. Die Emotionen kochen hoch, auf allen Seiten. Den populären Vorwurf der „Lügenpresse“ kontern die Angesprochenen empört und stolz erhobenen Hauptes mit der treuherzigen Bekundung: „Wir lügen doch nicht!“ Wer das behaupte, sei ein böswilliger Verleumder und Feind der Demokratie. Ohne es zu merken, überflügelt mancher mit solch pauschalen Abwehrreaktionen die Undifferenziertheit seiner schärfsten Kritiker noch. Das fruchtlose Schauspiel dreht sich nun schon seit Jahren ermüdend im Kreis. Die Fronten verhärten zusehends, man bleibt sich in wechselseitiger Ablehnung innigst verbunden und arbeitet sich aneinander ab. Weiterlesen

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Der Faschismus der anderen

Albright

22. September 2018   —   Über Madeleine Albright, den freien Westen und die Feinde der Demokratie

Madeleine Albright, die 81-jährige Ex-US-Außenministerin, ist beunruhigt über den Zustand der Welt. In ihrem neuen Buch „Faschismus – eine Warnung“ sorgt sie sich um die Demokratie und malt ein dunkles Bild der „neuen Autokraten“ von Trump bis Putin. Sie setzt deren Aufstieg in Verbindung zur Entstehung des Faschismus in den 1920er und 1930er Jahren.

Albrights Buch ist ein Medienereignis, ein internationaler Bestseller, in den USA landete es auf Platz 1 der New-York-Times-Liste, die deutsche Übersetzung schaffte es im August auf Platz 4 der Spiegel-Bestsellerliste. Übersetzungen ins Spanische und Holländische sind ebenfalls bereits erschienen. Albright ist populär, auch in den Medien, sie gilt vielen als modern, liberal, ist bekannt für ihre uneitle Art und ihren Humor. Doch wie schlüssig ist ihre These? Und wie definiert die Autorin eigentlich den Begriff Faschismus? Weiterlesen

Auf dem Weg in die Kleptokratie

Machtbeben von Dirk Mueller

30. August 2018   —   Als Kleptokratie bezeichnet man eine Staatsform in der die Plünderer, die Diebe über die Gesellschaft herrschen. Es ist die Steigerungsform der Plutokratie, der Herrschaft der Reichen. Die Übergänge sind fließend und laut dem Börsenmakler und Buchautoren Dirk Müller („Mr. Dax“) sind wir inzwischen schon ein gutes Stück auf dem Weg vorangekommen. Müller, bekannt sowohl für seinen ökonomischen Sachverstand wie für seinen politischen Klartext, hat diese Woche ein neues Buch vorgelegt, in dem er diese These nicht nur anschaulich belegt, sondern zudem eine Fülle brisanter Informationen zusammenträgt. Weiterlesen

Leitmedien als neue Staatspartei

heutejournal

8. Mai 2018   —   Prof. Michael Meyen vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Uni München hat mein Buch „Die Angst der Eliten“ rezensiert. Meyen gehört zu den Gründern des 2017 entstandenen „Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft“, das Herrschaftskritik und Machtanalyse wieder verstärkt zum Gegenstand universitärer Forschung machen möchte. Es folgt seine Rezension. Weiterlesen