Jetzt bewiesen: ARD-Faktenfinder sind vollkommen unabhängig!

2. November 2017   —   Der ARD-Faktenfinder ist eine tolle Sache. Er überprüft gründlich und seriös Fake News und enthüllt gefährliche Propaganda. Die Redakteure dort dienen der Demokratie und einer freien Meinungsbildung. Und das Beste: Sie sind vollkommen unabhängig! Niemand beeinflusst sie politisch und keine Denkfabrik unterstützt sie mit Stipendien. Gut so!

Ein besonders schönes Beispiel für diese Unabhängigkeit ist die Faktenfinder-Mitarbeiterin Silvia Stöber. Sie warnt besonders klar und engagiert vor Propaganda, meist dann, wenn es irgendwie gegen transatlantische Interessen geht, Entschuldigung, ich meinte: gegen die internationale Gemeinschaft. George Soros? Wird überschätzt, ist gar nicht so mächtig. Bilderberg? Nur ein Mythos, wilde Verschwörungstheorien. Michael Lüders? Sehr zweifelhaft.

Diese Woche nahm die Redakteurin nun das Alternativportal „Swiss Propaganda Research“ unter die Lupe. Die Schweizer veröffentlichen regelmäßig umfassende Studien zum Einfluss von Netzwerken und Denkfabriken auf die Leitmedien und überhaupt zur Rolle westlicher Think Tanks. Doch Stöber warnt energisch vor diesen Untersuchungen: „Propaganda statt seriöser Forschung“.

Okay, das ist gut zu wissen, denen sollte man also lieber nichts glauben, die sind unseriös – haben wir verstanden. Man kann dem Faktenfinder nur danken für solche uneigennützige Hilfe bei der Orientierung im Mediendschungel. Man weiß ja selten so ganz genau, wo Putin und seine Trolle nicht gerade wieder dahinterstecken. Wachsamkeit ist oberstes Gebot.

Und Stöber passt für uns alle auf: Wann immer es „brennt“ und in den Alternativmedien herrschafts- und NATO-kritische Sichtweisen laut und vernehmlich diskutiert werden, ist sie zur Stelle, stellt klar, ordnet ein, beruhigt die Gemüter. Eigentlich müsste der Bundespräsident ihr einen Preis verleihen. Vielleicht auch die NATO. Oder hat sie das vielleicht schon getan? Beim Blick auf ihre Biographie, wie sie auf der Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht ist, erfährt der interessierte Leser:

Silvia Stöber ist als freie Journalistin auf den post-sowjetischen Raum und insbesondere den Südkaukasus spezialisiert, aus dem sie seit 2007 regelmäßig berichtet. Sie arbeitet für die Neue Zürcher Zeitung, den Tagesspiegel, tagesschau.de und andere Publikationen. Für ihre Arbeit erhielt sie Stipendien der Bosch-Stiftung, des Marion-Gräfin-Dönhoff-Programms sowie der Internationalen Journalisten-Programme (IJP).

Okay, das klingt jetzt nicht so schlimm. Ein bisschen Geld von Bosch und Gräfin Dönhoff, dann noch ein internationales Journalisten-Programm – das ist ja sicher alles ganz seriös und wohl kaum mit politischen Lobbys verbunden.

Naja … also – irgendwie doch. Die Bosch-Stiftung will nach eigener Aussage die transatlantische Verbindung stärken. Das Programm von Gräfin Dönhoff wiederum benennt als Partnermedien in Russland ausschließlich Kreml-kritische Medien – Nowaja Gazeta, Echo Moskvy, Dozhd TV. Und die „Internationalen Journalisten-Programme“ (IJP) werden unter anderem von Springer, Allianz, Deutscher Bank, Goldman Sachs, Auswärtigem Amt und britischem Außenministerium finanziert.

Uups! Und von denen wurde die Faktenfinderin also in ihrer Karriere schon finanziell unterstützt? Und warnt nun vor Alternativmedien, die solchen transatlantischen Sumpf in den Fokus nehmen? Auch auf Konferenzen, die vom Atlantic Council, dem German Marshall Fund of the United States und der Konrad Adenauer Stiftung unterstützt werden, tritt Stöber auf – nicht als Berichterstatterin, sondern als Teilnehmerin, an der Seite von Ministern und NATO-Generälen.

Aber das ist nicht so schlimm, macht einfach weiter, Faktenfinder, lasst euch nicht beirren. Ihr wisst besser als euer argloses Publikum, wie der Hase läuft, versteht die Welt und könnt das alles sicher widerspruchsfrei erklären. Wir sind schon mal gespannt!

Anmerkung 5. November: Silvia Stöber hat mittlerweile hier in den Leserkommentaren Stellung zur Sache genommen. Danke dafür!

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18 Gedanken zu „Jetzt bewiesen: ARD-Faktenfinder sind vollkommen unabhängig!

    1. klemperer85

      Kommt immer drauf an :). Beides hilft bisweilen? Der ARD Faktenfinder etwa versucht mit trockenen Nachrichten – in diesem Fall – Meinung zu machen, die sich als „frei von Interessen“ umlügt. Da ist Ironie fein.
      Wenn Leute auf der neoliberalen Seite (wunderschön erklärt übrigens von Bernd Stegemann in „Das Gespenst des Populismus“, las ich grade, das ganze Buch ist herausragend) selbst ironisch-postmodern daherkommen, hilft bisweilen Zorn, glaube ich. Mit Ironie&Arroganz haben in den letzten 20 Jahren viele die Sicht, wir wären die (neoliberalen) Guten, oh so edel, durchgepaukt. Ironie wurde da knallhart verwendet, um „cooler“ Ungerechtigkeit durchsetzen zu können.

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  1. Silvia Stöber

    Sehr geehrter Herr Schreyer,

    Sie wären zu bewundern, wenn Sie auf die Schnelle eine Ihnen unbekannte Person und ihre Arbeit charakterisieren könnten. Ein paar Klicks, einige angelesene Artikel, ein bisschen Ironie, Polemik und Unterstellungen, schon ist das Bild eines Menschen gezeichnet.

    Sie haben sich nicht die Mühe gemacht, auf die Argumente in den erwähnten Artikeln zu Soros, den Bilderberg-Konferenz sowie SPR und Schweizer Medien einzugehen. Sie hätten zum Beispiel im Fall von George Soros erwähnen können, dass ich seine Verbindungen in einflussreichen Netzwerken als problematisch beschrieben habe, ebenso die Parteienfinanzierung in den USA und die Finanzierung von Demokratieförderung in Osteuropa.

    Was die Stiftungen betrifft: Jeder Dönhoff-Stipendiat kann sich seine Gaststation in Russland und den anderen Ländern selbst aussuchen, es gibt keine Vorschriften. Das Programm existiert seit 2001 – da waren die Zeiten und das Verhältnis zu Russland noch ein anderes. Den Mehrheitsanteil an Echo Moskwy hält übrigens die Gazprom Media Holding.

    Ihr Link zur Bosch-Stiftung ist vom April 2017. Meine Stipendien liegen einige Jahre zurück. Davon abgesehen: Wenn Sie für ein gutes Verhältnis zu Russland plädieren, weil Europa darauf angewiesen ist, warum nicht für ein gutes Verhältnis zu Amerika eintreten, weil auch dies wichtig für Europa ist? Selbiges gilt für andere Staaten wie China und Indien.

    Und wie kann man besser für ein gutes Verhältnis sorgen, als durch Austausch? Die internationalen Journalistenprogramme bieten Stipendien für viele Länder. Ich habe nicht erlebt, dass ein Finanzier Einfluss ausgeübt hat. Was zählte, waren Sprachkenntnisse und Vorkenntnisse über das zu bereisende Land.

    Ich habe mit meinen Stipendien im postsowjetischen Raum gearbeitet. Eine so ausführliche Recherchezeit wäre mir als freie Journalistin sonst nicht möglich gewesen. Mein Ziel ist es, möglichst viel vor Ort zu erfahren und zu lernen, bevor ich über entfernte Länder und Regionen schreibe.

    Das gilt ebenso für das Thema Sicherheitspolitik. Mit wem redet man darüber, wenn nicht mit Menschen, die diese Politik zu verantworten haben oder eng genug eingebunden sind, um dies bewerten zu können? Gespräche und Interviews zu führen, bedeutet nicht, die Positionen des Gesprächspartners zu übernehmen. Das ist nun wirklich eine Binsenweisheit.

    Ich habe als Panel-Gast an einer Konferenz des georgischen Verteidigungsministeriums teilgenommen, worauf Sie mit zwei Links verweisen. Ich habe dort als Journalistin gesagt, dass NATO und Verteidigungsministerien transparenter werden müssen und dass Fake News nur dann ihre Wirkung verlieren, wenn Medien, Institutionen und Politiker das Vertrauen der Bürger zurückgewinnen. Aber das können Sie nicht wissen.

    Ich nehme mir nicht heraus, Ihre Arbeit zu bewerten. Ich unterstelle Ihnen auch nicht, dass Sie Verschwörungstheoretiker, Putin-Versteher oder Amerika-Hasser sind. Ich würde davon ausgehen, dass Sie ein kritischer Geist sind, dass sie einfache und einseitige Erklärungen nicht hinnehmen. Aber mit diesen Zeilen über mich diskreditieren Sie Ihren Anspruch, wenn Sie ihn haben, die Welt gründlich zu hinterfragen.

    Silvia Stöber

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    1. Paul Schreyer Autor

      Sehr geehrte Frau Stöber,

      schönen Dank für Ihre Reaktion direkt hier in meinem Blog. Ich bin mal so frei und antworte gern auch per offenem Brief.

      Ihre Artikel habe ich keineswegs nur „angelesen“ wie Sie schreiben. Vielmehr verfolge ich Ihre Arbeit seit mehreren Monaten sehr aufmerksam. Mir ist aufgefallen, dass Ihre Texte immer wieder nahezu perfekt in das Argumentationsschema transatlantischer Denkfabriken passen. Auch die Akteure die sie kritisieren, sind ihrerseits immer wieder Kritiker der NATO-Politik. Legt man dazu die Quellen ihrer Stipendien an, dann fügt sich das zu einem stimmigen Bild zusammen.

      Darauf darf man hinweisen und das habe ich getan. Über das Stilmittel Ironie lässt sich sicher streiten, ich persönlich habe nach Dutzenden staubtrockenen und nüchternen Medienkritik-Artikeln heute manches Mal leider nicht mehr den Nerv, dem Ganzen ohne Sarkasmus zu begegnen.

      Sie schreiben: „Die internationalen Journalistenprogramme bieten Stipendien für viele Länder. Ich habe nicht erlebt, dass ein Finanzier Einfluss ausgeübt hat. Was zählte, waren Sprachkenntnisse und Vorkenntnisse über das zu bereisende Land.“

      Auf dieser Ebene haben auch schon andere argumentiert, etwa Stefan Kornelius von der Süddeutschen Zeitung. Nach dem Motto: Ich bin völlig frei, niemand hat je versucht, mich zu beeinflussen. Das glaube ich Ihnen sogar. Der Punkt dabei ist: Es kommen diejenigen Kollegen auf die wichtigen Positionen, die schon VON SICH AUS so denken, wie es Sponsoren und Netzwerken gefällt. Kooptieren ist der Fachbegriff. Geht ganz leicht und ohne Zwang. Man findet sich gegenseitig und fördert sich gegenseitig – ganz normal, allerdings nicht immer zum besonderen Nutzen von unabhängigem und vor allem herrschaftskritischen Journalismus.

      Das ist unter Umständen schwer zu erkennen, wenn man sich, so wie Sie, mitten in diesem Mainstream befindet. Von außen ist das leichter sichtbar, das liegt aber in der Natur der Sache.

      Zum Schluss noch eine allgemeine Frage: Warum gibt es im Faktenfinder und generell bei der ARD bei medienkritischen Themen eigentlich so gut wie nie Interviews mit harten Kritikern wie Uwe Krüger, Ulrich Teusch, Walter van Rossum, Jens Wernicke oder Albrecht Müller? Im Sinne der Vielfalt und so weiter. Das würde mich wirklich interessieren. Ich habe das schon manche Mainstream-Journalisten gefragt und immer nur sehr ausweichende Antworten bekommen. Mein Eindruck: Der Mainstream schottet sich ab, sieht Kritiker als Gegner, denen er kein „Forum bieten“ will. Daraus entsteht dann ein Teufelskreis. Vielleicht mal als Input für Ihre Redaktion – auch wenn Sie nicht fest dazu gehören sondern nur freie Mitarbeiterin sind, wie man mir zutrug.

      Mit besten Grüßen,
      Paul Schreyer

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    2. Karsten Montag

      Sehr geehrte Frau Stöber,

      entweder verfügen Sie nicht über über das geschichtliche Wissen, um die aktuellen weltpolitischen Ereignisse in einen angemessenen Rahmen zu setzen, oder Sie sind nicht in der Lage, Ihren gesunden Menschenverstand zu benutzen, um die Diskrepanz zwischen historischen, militärischen sowie ökonomischen Fakten auf der einen und deren Interpretation durch die Mainstream-Meinung auf der anderen Seite zu erkennen.

      Diejenigen Medienkonsumenten, die aus zwingend logischen Gründen nicht nachvollziehen können, wieso das wirtschaftlich und militärisch stärkste Staatenbündnis der Welt, dessen Länder über Jahrhunderte bis in die aktuelle Zeit eine aggressive Außenpolitik verfolgen, plötzlich unschuldiges „Opfer“ von Terrorismus sein soll, wenden sich enttäuscht von den Mainstream-Medien ab. Die so genannte westliche Wertegemeinschaft ist deswegen zum wirtschaftlich und militärisch stärksten Bündnis geworden, weil sie bis heute die aggressivste Außenpolitik gemacht hat. Diese einfache Logik kann jedes kleine Kind nachvollziehen. Vergleicht man simple Fakten wie die Opferzahlen des Terrorismus in der westlichen Wertegemeinschaft und die Opferzahlen in Ländern wie Afghanistan und Irak, die Ziele des „Krieges gegen den Terror“ geworden sind, dann schlägt einem diese einfache Logik mit der Faust ins Gesicht.

      Um diese einfachen Zusammenhänge unsichtbar zu machen oder zu verkehren, bedarf es eines Mainstream-Journalismus, wie Sie ihn vertreten. Als Spezialistin für den post-sowjetischen Raum titeln Sie zum Beispiel im ARD-Faktenfinder: „Russland-Affäre: Manafort ist erst der Anfang“. Würden Sie mit Ihrer Arbeit dem Namen dieser Rubrik gerecht werden, dann würden Sie die Fakten und Hintergründe in der so genannten Russland-Affäre darstellen. Sie würden grundsätzlich darauf hinweisen, dass die Beeinflussung von Wahlen in anderen Ländern keine russische Erfindung ist, sondern von den USA in aller Öffentlichkeit seit Jahr und Tag praktiziert wird. Beispiel: Die Unterstützung der Wiederwahl Boris Jelzins, der dem Westen nahestand, zum russischen Präsidenten im Jahr 1996 durch die Vereinigten Staaten. Dann würden Sie die Zweifelhaftigkeit des Geheimdienstpapiers des ehemaligen MI6-Agenten Christopher Steele, auf dem bis heute sämtliche Indizien gegen das Wahlkampfteam von Donald Trump basieren, genauer darstellen. Sie würden berichten, dass dieses Papier in Auftrag gegeben wurde, um den damaligen Präsidentschaftskandidaten Trump zu schädigen. Sie würden auf die Inhalte dieses Papiers eingehen und darlegen, dass sämtliche Vorwürfe gegen Trumps Wahlkampfteam mit nicht benannten Quellen belegt sind, so dass niemand dessen Wahrhaftigkeit überprüfen kann. Sie würden auf der Basis dieser Hintergründe vielleicht sogar zu dem Schluss kommen, dass das, was zunächst nur ein Thema im US-Wahlkampf 2016 war, ein bis heute fortgeführter Richtungsstreit in der US-Außenpolitik ist: Soll man im Kampf um die Vormachtstellung auf der größten Landmasse der Erde mit den meisten Ressourcen Russland zum Verbündeten machen, um sich auf China als Gegner zu konzentrieren, wie die Sponsoren der Politik von Trump dies möchten. Oder soll man Russland weiterhin als Feindbild stilisieren, um einen Keil zwischen die engen wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Westeuropa und Russland zu treiben, um Westeuropa weiterhin eng an die USA zu binden und um dem Aufstieg einer europäisch-russischen Supermacht vorzubeugen, wie die Sponsoren der Demokraten und Teile der Sponsoren der Republikaner dies möchten. Auf Basis dieser nüchternen Analyse der Optionen der US-amerikanischen Geostrategie würden Sie dann die Hysterie um die so genannte Russland-Affäre als das einordnen, was sie in Wirklichkeit ist: eine auf nicht belegbare Indizien, Spekulation und Vermutungen aufbauende Verschwörungstheorie, um die Politik Trumps zu diskreditieren und Russland weiterhin in der medialen Öffentlichkeit als Feindbild darzustellen. Sie würden sich professionell von jeglicher Bewertung der beiden geostrategischen Optionen der USA distanzieren. Sie würden nicht spekulieren, ob die eine oder andere evtl. besser für Deutschland und Europa wäre, denn darum geht es in diesem Kontext überhaupt nicht. Im Journalismus geht es um die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit, was jeder in Ziffer 1 des deutschen Pressekodex nachlesen kann.

      Das wäre guter, ausgewogener und auf Fakten basierender Journalismus. Sie replizieren hingegen nur gebetsmühlenartig Vermutungen und Spekulationen, die fast täglich im Mainstream geäußert werden, blenden Fakten und Hintergründe bewusst aus und fügen einfach nur weitere, nicht belegbare Vermutungen hinzu. Sie sind damit Täterin im Informationskrieg um die Beeinflussung der öffentlichen Meinung. Indem Sie sich in ihrer Antwort auf die inhaltliche Kritik an Ihrer grottenschlechten Arbeit selbst als Opfer schlechten Journalismus gerieren, zeigen Sie leider nur, wie tief Sie bereits im Sumpf und in der seltsam verkehrten Logik Ihrer eigenen Filterblase versunken sind.

      Karsten Montag

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  2. Ein MSM-Desillusionierter

    Hallo Herr Schreyer, hallo Frau Stöber,

    >> Auf dieser Ebene haben auch schon andere argumentiert, etwa Stefan Kornelius von der Süddeutschen Zeitung. Nach dem Motto: Ich bin völlig frei, niemand hat je versucht, mich zu beeinflussen. Das glaube ich Ihnen sogar. Der Punkt dabei ist: Es kommen diejenigen Kollegen auf die wichtigen Positionen, die schon VON SICH AUS so denken, wie es Sponsoren und Netzwerken gefällt. Kooptieren ist der Fachbegriff. Geht ganz leicht und ohne Zwang. Man findet sich gegenseitig und fördert sich gegenseitig – ganz normal, allerdings nicht immer zum besonderen Nutzen von unabhängigem und vor allem herrschaftskritischen Journalismus.

    Da Sie beide Profi-Journalisten sind, ist Ihnen Chomsky natürlich geläufig. Aber für Mitlesende vielleicht hierzu ein passender Artikel bzw. ein Zitat Chomskys daraus (der gesamte Artikel ist lesenwert, hier die URL: http://buff.ly/1JHgd1J):

    — Zitat Anfang —

    >> Wenn man Medienkritik betreibt […] werden die jeweiligen Leute oft sehr wütend. Sie sagen dann ganz richtig: “Niemand sagt mir jemals, was ich zu schreiben habe. Ich schreibe alles, was ich will. Dieses ganze Geschwätz über Druck und Einschränkungen ist Unfug, weil keiner je irgendwelchen Druck auf mich ausübt.” Und das ist völlig richtig, nur daß es hier um etwas ganz anderes geht, nämlich um die Tatsache, daß sie ihre Position gar nicht inne hätten, wenn sie nicht vorher schon unter Beweis gestellt hätten, daß niemand ihnen sagen muß, was sie schreiben sollen. Es ist längst klar, daß sie das genau wissen. Wenn sie sich als angehende Reporter für die verkehrte Art von Geschichten interessiert hätten, hätten sie es nie zu Positionen gebracht, in denen sie sagen können, was sie wollen.

    —– Zitat Ende —–

    Frau Stöber, vielleicht wollen Sie ja einmal innerlich Revue passieren lassen, welche Journalisten/innen bei ARD Aktuell oder beim ZDF usw mitarbeiten. Sehen Sie da kein recht klares Muster? Ich kann nur empfehlen, die Werke von Uwe Krüger, Prof. Teusch, usw. zu lesen. Meines Erachtens kann man dann bestimmte Muster nicht mehr übersehen. Es sei denn – sorry, dass ich es in dieser Art formuliere – man verdient seinen Lebensunterhalt damit, bestimmte Dinge übersehen zu MÜSSEN, eben WEIL man sonst NICHT mehr unter Beweis stellen würde, dass man weiß, was man zu schreiben hat…

    Ich kenne in meinem persönlichen Freundes-/Bekanntenkreis Mainstream-Journalisten. Ich weiß: Wenn man Familie hat, seine Eigentumswohnung abzahlen muss oder sonstige Verpflichtungen hat, dann kann man sich bestimmte Gedanken (sprich: Zweifel) am Journalistenberuf, und wie sich das Gesamtklima und die Gesamtbedingungen darin in den letzten wenigen Jahren massiv verändert haben, nicht wirklich leisten. Man müsste Konsequenzen ziehen, die man sich nicht erlauben kann oder will: Sie wären zu tiefgreifend.

    Allerdings: Die Zeichen zwischen Nato und Russland wurden in den letzten wenigen Jahren in alptraummäßiger Weise auf Sturm gestellt. Wenn es zu einem großen Krieg kommt (und diese Gefahr wird von etlichen Leuten gesehen), dann werden voraussichtlich wir ALLE sterben. Inklusive der transatlantikfreundlichen Journalisten in ihren noch nicht abbezahlten Eigentumswohnungen…

    #Verantwortung… #Verantwortung… #Verantwortung…

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  3. struppi

    Ich finde es zwar gut, dass sich die Angesprochene hier äußert, aber leider zeigt sie nur, dass man weiterhin auf dem Gesagten besteht. Sie merkt vermutlich nicht, dass immer mehr Menschen den Eindruck haben, wir bekommen nur eine Sicht der Dinge gesagt.

    Nicht „FakeNews“ oder „Lügenpresse“ ist das Problem, es ist die Einseitigkeit und diese Energie, mit der diese Einseitigkeit immer wieder in unsere Köpfe geprügelt werden soll. Das ist Propaganda.

    Ich habe letztens diesen kleine Übersicht über RT (von dem bereits erwähnten Prof. Teusch) gelesen. https://augenaufunddurch.net/2017/10/26/mccarthy-laesst-gruessen/

    Das sind deutlich andere Angaben, die wir beim GEZ Sender lesen dürfen. http://faktenfinder.tagesschau.de/ausland/macron-rt-sputnik-101.html

    Und es sind auch solche Berichte, die einem langsam die Nerven rauben http://www.tagesschau.de/ausland/snowdens-anwalt-101~_origin-3fd74752-bd06-43ff-9793-11274560f44f.html – wir Zuschauer fühlen uns als Teil einer Propagandamaschinerie, die wir nicht sein wollen.

    Es ist nicht zu verstehen, warum es der ARD (und anderen staatsnahen Medien) ein so großes Anliegen ist, uns Zuschauer zu erklären was alles am russischen Staat – mit dem die meisten von uns nichts zu tun haben – so furchtbar böse ist.
    Wer profitiert denn von Ihrer Agitation? Wen wollen Sie unterstützen?
    Durch solche Berichte wie von Ihnen, Frau Stöber, gewinnen Sie nicht das „Vertrauen von Bürgern“ zurück, im Gegenteil, diese sind die Ursachen für das immer größere Misstrauen.

    Denn, es ist, wie Sie schreiben, es wird erwartet, das Sie nicht die Position Ihres Gesprächspartners übernehmen, sondern z.b. die Positionen benennen, die zu einer Situation geführt haben. Doch das fehlt mittlerweile in der Berichterstattung über Außenpolitik fast vollständig. Sie sprechen nur mit einer Seite und geben diese Position wieder.

    Gut, dann stehen Sie aber dazu und wundern sich nicht, wenn andere das aufzeigen und mehr erwarten von einer neutralen Berichterstattung.

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  4. Silvia Stöber

    Sehr geehrter Herr Schreyer,

    Sie bleiben dabei, mir und anderen Etiketten anzuhängen. Sie bestimmen die Kriterien und legen diese nicht offen. Mit dem Begriff der Kooption machen Sie es sich einfach: Weil man in einer bestimmten Position ist, gehört man bestimmten Netzwerken an und wird von Sponsoren gefördert.

    Wenn Sie sich jedoch einmal die Mühe machen würden zu schauen, wie viele Journalisten aus wie vielen verschiedenen Bereichen an den internationalen Journalistenprogrammen teilgenommen haben, dann würden Sie feststellen, dass es nur eine Gemeinsamkeit gibt: Offenheit dafür, im Ausland Erfahrungen zu sammeln, sich auf das Leben in anderen Ländern einzulassen und sich mit Kollegen auszutauschen.

    Hier Links zu Artikeln, die ich mit Hilfe von Stipendien recherchieren konnte:

    https://www.nzz.ch/international/das-geschaeft-mit-der-aussenpolitik-1.18382697

    http://www.tagesschau.de/europawahl/hintergruende/eu-lobbying100.html

    https://www.tagesschau.de/ausland/klitschko216.html

    http://www.tagesspiegel.de/politik/krieg-zwischen-georgien-und-russland-nur-ein-kleiner-krieg-am-rande-europas/8611668.html

    Diesen Artikel zur Ukraine habe ich bereits im Januar 2014 geschrieben:

    https://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-nationalisten100.html

    Ich frage mich, wie und wo Sie für Ihr Buch „Wir sind die Guten“ recherchiert haben.

    Oberflächlich betrachtet kann die Medienlandschaft wie Mainstream erscheinen. Wenn man sich im Medienbetrieb befindet, dann versteht man, dass es alles andere als eine gleichförmige Masse ist. Da wird hinterfragt und reflektiert. Da macht man sich Gedanken über die Wirkung seiner Arbeit, nimmt sachliche Kritik ernst, lernt aus Fehlern und kommuniziert mit Zuschauern und Kritikern.

    Medienkritische Themen werden zum Beispiel bei ZAPP und Panorama behandelt, dort kommen auch Kritiker zu Wort. Wenn Sie ein wenig recherchieren, finden sie Links zu Beiträgen und Artikeln in den „Mainstream-Medien“, die sich mit den genannten Kritikern auseinandersetzen. Auch Sie werben ja in Ihrem Blog mit einem Auftritt bei Phoenix.

    Anderseits frage ich mich, warum ich Jens Wernicke empfehlen sollte, der einen Blog verantwortet, in dem nachweislich Lügen über mich verbreitet werden. Im Übrigen hätten Sie sich nichts zutragen lassen brauchen. Es ist ausreichend kommuniziert und damit bekannt, dass ich als freie Journalistin arbeite.

    Damit ist genug gesagt.

    Silvia Stöber

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    1. fakeminr

      DAS ist jetzt der Brüller bzw der absolute Beweis, dass Sie keinerlei Möglichkeit mehr innehaben, aus der Ihrigen Filterblase zu entrinnen! Die ideologische Betonierung scheint utlimativ abgeschlossen…

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    2. fakeminr

      „Es bedarf einer gewissen Schere im Kopf“
      SPIEGEL-Report über die politische Wende in den deutschen Funk- und Fernsehanstalten Rügen, Verwarnungen, Abmahnungen gegen TV-Redakteure sind in den Funkhäusern an der Tagesordnung. Seit in Bonn die Union regiert, sorgen ihre Gremienvertreter für parteipolitisch motivierte Programm-Eingriffe, üben Druck auf die „innere Einstellung“ der Journalisten aus. Vertrauensleute Helmut Kohls verlangen die „Schere im Kopf“. Folge: Das Fernsehen als kritische Instanz versagt, das politische Programm verödet.

      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13508461.html

      von 1984, heute ist „die Schere im Kopf garnicht mehr nötig, denn sonst gibt es keine Aufträge mehr, siehe Claudia Zimmermann, „freie MA“ des WDR, die nur kurz den Kopf aus dem Fenster streckte & umgehend KEINERLEI Aufträge mehr erhielt…aber wahrscheinlich zu hoch für Sie, um es zu verstehen.

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  5. Mr Gruust

    Es ist schon etwas unfair, hier auf freien Journalistinnen rumzuhacken. Wir wissen ja alle, wie deren Zukunft aussieht, wenn nicht die entsprechend konforme Meinung vertreten wird.

    Das Problem mit den öffentlich-rechtlichen wird sich bald von selbst erledigen. Bereits 2015 von dimap in einer Umfrage festgestellt, dass das öffentlich-rechtliche TV in Punkto Lügen gleich hinter der Boulevardpresse verortet wird, eine Grafik, die in dem entsprechenden ARD Artikel fehlt, welcher sonst aber alle möglichen Quellen zerhackt und referenziert, um ein gutes Gesamtbild zu ergeben.

    https://twitter.com/Gruust/status/930943155247173632

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  6. Stanislaus

    Frau Stöbers Exkulpationsversuche sind peinlich, allein wenn sie meint, ihr Beitrag zu den Maidan-Ausschreitungen sei journalistisch das Gelbe vom Ei gewesen. Es war eine komplett falsche Analyse, wie sich im Laufe der folgenden Ereignisse dann auch glasklar herausstellte. Sie schrieb: „Der gesamten Protestbewegung jedoch extremistische und gewalttätige Tendenzen zu unterstellen, wäre weit verfehlt.“
    Frau Stöber übersah und übersieht offensichtlich immer noch, dass es genau diese extremistischen und gewalttätigen Opponenten – aus dem Rechten Sektor – waren,die die Demonstrationen auf einen mörderischen Putsch hin zuspitzten und den demokratisch gewählten Präsidenten aus dem Lande vertrieben, unterstützt aus der 5 MRD Dollar – Kriegskasse der Frau Nuhland, USA. Dass der von ihr im „Faktenfinder“ in Schutz genommene Pate und Millardär Soros dann maßgeblich die Wirklichkeit des Nach-Maidan medial und geplant verzerrte, um die Putschisten und den späteren Schokoladen-Präsidenten als Lichtgestalten erscheinen zu lassen, hat gezeigt, dass Frau Stöber unbeirrt auf der – auch von der Regierung gepflegten – russophoben Feindbild-Schiene weiterzufahren beabsichtigt, wie es sicherlich ihr Chef Dr. Gniffke und die öffentlich-rechtlichen Transatlantiker bis hin zum WDR-Intendanten Buhrow erwarten. Ihre zahlreichen Beiträge in der Tagesschau lassen da keine Zweifel offen. Frau Stöber mag das anders sehen, verständlich, denn den Verdacht einer propagandistischen Berufsauffassung – ob berechtigt oder nicht – wird auch der schlechteste Journalist weit von sich weisen.

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  7. Michael

    Frau Stöber: In meinen Augen haben die meisten Journalisten – Sie eingeschlossen – schon in dem Moment versagt, als sie in der Ukrainekrise sich offensichtlich nicht mal die Mühe machten, die ukrainische Verfassung heranzuziehen und das auch später nicht nachgeholt haben.
    Es kostete mich als Laien nur einige Minuten, um folgendes herauszufinden:

    Das Abwahlverfahren des Präsidenten nach § 111 der Ukrainischen Verfassung – ohnehin nur in extremen Sonderfällen möglich – wurde von den Putschisten überhaupt nicht versucht.
    – „Das Amtsenthebungsverfahren wird von der verfassungsmäßigen Mehrheit der Obersten Rada der Ukraine initiiert.“ Wurde nicht versucht.
    – „Zur Durchführung des Untersuchungsverfahrens setzt die Oberste Rada der Ukraine eine spezielle Untersuchungskommission auf Zeit ein, die aus einem Spezialbevollmächtigten sowie speziellen Ermittlern besteht. “ Untersuchungskommission wurde nicht eingesetzt.
    – „Die Ergebnisse und Vorschläge der temporären Ermittlungskommission werden in einer Sitzung der Obersten Rada der Ukraine berücksichtigt. “ War nicht der Fall.
    – „Gegebenenfalls beantragt die Oberste Rada mit wenigstens 2/3 ihrer verfassungsmäßigen Abgeordnetenstimmen die Anklage des Präsidenten der Ukraine.“ Es gab meines Wissens keine derartige Anklage.
    – Die Entscheidung über die Entfernung des Präsidenten der Ukraine aus seinem Amt im Wege des Amtsenthebungsverfahrens muss von wenigstens 3/4 der Anzahl der verfassungsgemäßen Abgeordneten getroffen werden, nachdem der Fall vom Höchsten Gericht der Ukraine überprüft und kommentiert worden ist und die Akte festgestellt worden sind, welche den Staatsverrat oder ein anderes Verbrechen des Präsidenten der Ukraine dokumentieren.
    – Es gab eine – verfassungswidrige – Ministerpräsidentenwahl Jazenjuks (in freien Wahlen hatte er 6,96% der Stimmen erreicht). Verfassungswidrig, weil der Ministerpräsident auf Vorschlag des Präsidenten gewählt wird.
    Maidankämpfer hatten am 22. Februar das Parlament in Kiew komplett umstellt. Sie bestimmten, welche Abgeordneten hineindürfen und sie schüchterten – wie die SA beim Ermächtigungsgesetz 1933 – gegnerische Parlamentarier ein.

    Damit zusammenhängend: Es gibt über das Maidan-Massaker eine ausführliche wissenschaftliche Studie des Hochschullehrers Ivan Katchanovski von der Universität Ottawa. Das Ergebnis passt offensichtlich nicht in das „Narrativ“ der Mainstreammedien.

    https://www.academia.edu/8776021/The_Snipers_Massacre_on_the_Maidan_in_Ukraine
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/01/02/studie-vom-westen-unterstuetzte-opposition-hat-maidan-massaker-veruebt/
    Zu der Studie gibt es ein Video Katchanovskis:
    https://www.youtube.com/watch?v=Ox3JwNCo3b0 Snipers’ Massacre on the Maidan Video Appendix Part 1

    Sogenannte „Alternative Medien“, auch Junge Welt, Telepolis haben darüber berichtet. Sie nicht. Falls ich mich täusche, bitte ich um einen Link.
    Nur Monitor hat vor Ort recherchiert und kommt zu einem ähnlichen Ergebnis wie Katchanovski:
    10.04.14 https://www.youtube.com/watch?v=Ew9NPPtYScY Monitor German TV investigation disproves the West’s claim that Yanukovych was responsible for killing of dozens of Ukrainian protestors, making this President Obama’s WMD moment

    Es hat mich dann schon gar nicht mehr gewundert, dass es dann keine Information gab, wenn das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main mit Urteil vom 04.08.2014 (Az.: 7 K 605/14) einer ukrainischen Staatsangehörigen jüdischer Volks- und Religionszugehörigkeit Asyl zusprach, weil die zuständigen Polizeibehörden nicht in der Lage oder Willens waren, ihr Schutz vor Verfolgung zu bieten.
    Ihr Laden wurde wiederholt geplündert. Es gab immer wieder Hakenkreuzschmierereien. Es kam zu einer Brandstiftung. etc.

    Auf eine auf den Inhalt bezogene Antwort wäre ich sehr neugierig.

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  8. Alfons Schrei

    Frau Stöber schreibt: „Medienkritische Themen werden zum Beispiel bei ZAPP und Panorama behandelt, dort kommen auch Kritiker zu Wort.“ Die Behandlung von Medienkritik bei „Zapp“ und „Pamorama“ ist mindestens so zu kritisieren, wie Frau Stöbers Beiträge in Tagesschau.de. Die Aussagen der Kritiker werden dort nach deren Empfindungen so behandelt, dass die Befragten sich anschließend fast nicht wiedererkennen, nach dem Prinzip: Wir vom NDR haben immer Recht. Ganz im Gegensatz zu Ken Jebsen, der in seinen Interview-Sendungen völlig auf den Filmschnitt verzichtet und nur authentische Informationen liefert.
    Und noch eine Anmerkung: Frau Stöber wirft Jens Wernicke vor, er habe in seinem Blog „nachweislich Lügen über sie verbreitet“, sie liefert hierfür aber keinen Beleg. Irgendwie trägt dieser Umgang mit Kritik zum Gesamtbild ihreres journalistischen Verständnisses bei.

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  9. Mr Nobody

    Vermutlich müssen wir uns damit abfinden, dass in Deutschland Propaganda mit Argumenten der Staatssicherheit wieder salonfähig ist. Münchner Sicherheitskonferenz mit undokumentierten Hinterzimmergesprächen mit Rockefeller und Soros, BND, NATO und PESCO als Sicherheitsgaranten, alles ergibt damit einen Sinn.

    Dass in der 2016er dimap Studie bzgl Medienvertrauen das ör. TV in Punkto „Lügen“ an oberster Stelle noch vor der Boulevardpresse verortet wird, zeichnet ein eindeutiges Bild. Ebenso, dass genau das Gegenteil für den ör. Rundfunk gilt: man geht (vermutlich zu Recht) davon aus, dass das ör. TV das entscheidende Manipulationsmedium ist (Bilder, Quoten), Deutschlandfunk wohl eher unwichtig bzw. für die geistige „Elite“ reserviert ist.

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